|
S.36.4 Die unterirdische
Feuersglut
Der
unerfahrene gewöhnliche Mensch, ihr Mönche, redet also: Am Grunde des Ozeans
ist die unterirdische Feuersglut. Das aber, ihr Mönche, wird vom unerfahrenen
gewöhnlichen Menschen gesagt, und ist nicht wahr und gibt es nicht.
Eine
solche Bezeichnung, ihr Mönche, kommt den leibhaftigen Schmerzgefühlen zu: die
sind die unterirdische Feuersglut. Wird, ihr Mönche, der unerfahrene
gewöhnliche Mensch von einem leibhaftigen Schmerzgefühl getroffen, dann wird er
traurig, beklommen, klagt, schlägt sich stöhnend die Brust, gerät in
Verwirrung. Den heißt man, ihr Mönche, einen unerfahrenen gewöhnlichen
Menschen, der sich über die unterirdische Feuersglut nicht erhaben, keinen
festen Grund gefunden hat. Wird aber der erfahrene edle Jünger, ihr Mönche, von
leibhaftigem Schmerzgefühl getroffen, dann wird er nicht traurig, wird nicht
betroffen, klagt nicht, schlägt sich nicht stöhnend die Brust, gerät nicht in
Verwirrung. Den heißt man, ihr Mönche, einen erfahrenen edlen Jünger, der sich
über die unterirdische Feuersglut erhaben hat, festen Grund gefunden hat:
Wer es da nicht ertragen
kann,
wenn ihm ein Wehgefühl
steigt auf,
das ihn an Leib und
Leben geht,
der wankt, wenn er davon
berührt.
Er bricht in Tränen aus
und schreit,
ein Schwächling, ohne
Festigkeit:
erhebt sich aus dem
Feuer nicht,
und findet keinen festen
Grund.
Doch wer es da ertragen
kann,
wenn ihm ein Wehgefühl
steigt auf,
das ihn an Leib und
Leben geht,
der wankt nicht, wenn es
ihn berührt.
Er aus dem Feuer sich
erhebt,
er findet einen festen
Grund.
|