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S.41.4 Mahako
Bei
gleicher Gelegenheit in seiner Meierei weilend, bediente und versorgte Citto,
der Hausvater, die älteren Mönche eigenhändig mit erlesener klarer Butter und
Milchreis. Als nun die älteren Mönche gegessen und die Hand von der
Almosenschale zurückgezogen hatten, erhoben sie sich von ihrem Sitz und gingen
fort. Citto, der Hausvater, aber folgte den älteren Mönchen Schritt für Schritt
nach und sprach: "Nehmt die Reste mit". Zu jener Zeit nun war es aber
dort sehr heiß, und die älteren Mönche zerflossen unterwegs sozusagen
körperlich, da sie reichlich gegessen hatten. Zu jener Zeit nun war aber der
Ehrwürdige Mahako in dieser Mönchsschar der allerneueste. Da nun sprach der
Ehrwürdige Mahako zu einem ehrwürdigen Älteren: Gut wäre es, Herr Älterer, wenn
ein kühler Wind blasen würde, wenn ein Gewitter aufkäme und wenn es ordentlich
regnen würde.
"Gut
wäre es, Bruder Mahako, wenn ein kühler Wind blasen würde, wenn ein Gewitter
aufkäme und wenn es ordentlich regnen würde .
Da
nun ließ der Ehrwürdige Mahako eine magische Gestaltung von solcher Art
erscheinen, daß ein kühler Wind blies, ein Gewitter aufkam und es ordentlich
regnete. Da nun dachte Citto, der Hausvater: 'Schon der allerneueste in dieser
Mönchsschar hat solche magischen Fähigkeiten!'
Als
nun der Ehrwürdige Mahako die Freude ausgekostet hatte, sprach er zu dem
älteren Mönch: Ist's nun genug, Herr Älterer?
"Genug
ist es, Bruder Mahako, genug hast du getan, Bruder Mahako, einen Dienst hast du
uns erwiesen".
Da
nun gingen die älteren Mönche in ihr Kloster, der Ehrwürdige Mahako aber in
sein eigenes Kloster. Da nun begab sich Citto, der Hausvater, zum Ehrwürdigen
Mahako, wechselte höflichen Gruß und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite
sitzend, sprach nun Citto, der Hausvater, zum Ehrwürdigen Mahako:
"Gut
wäre es, o Herr, wenn mir der Ehrwürdige Mahako überirdische Dinge, magische
Wunder zeigen würde".
"Dann,
Hausvater, lege dein Obergewand auf die Veranda und streue ein Bündel Gras
darüber".
"Wohl,
o Herr", stimmte Citto, der Hausvater, dem Ehrwürdigen Mahako zu, legte
sein Obergewand auf die Veranda und streute ein Bündel Gras darüber.
Da
ging der ehrwürdige Mahako ins Kloster, verriegelte die Tür und ließ eine
magische Erscheinung solcher Art erscheinen, daß eine Flamme durch das
Schlüsselloch kam, die das Gras verbrannte, nicht aber das Obergewand.
Als
nun Citto, der Hausvater, das Obergewand derart unversehrt sah, war er
erschüttert und stand mit gesträubten Haaren da.
Als
dann der Ehrwürdige Mahako aus dem Kloster gekommen war, sagte er zu Citto, dem
Hausvater: "Genug davon, Hausvater".
"Genug
ist es, Herr Mahako, genug hast du getan, Herr Mahako, einen Dienst hast du mir
erwiesen, Herr Mahako. Möchte doch, o Herr, der Ehrwürdige Mahako in
Macchikásanda sich erfreuen. Entzückend ist der Mangohain. Ich werde eifrig
bemüht sein, den Ehrwürdigen Mahako mit Mantel und Schale, Lagerstatt und
Arznei für den Fall einer Krankheit zu versorgen".
"Das
ist freundlich gesagt, Hausvater".
Nachdem
nun der Ehrwürdige Mahako seine Lagerstatt in Ordnung gebracht hatte, nahm er
Mantel und Schale und verließ Macchikásanda. Nachdem er es verlassen hatte,
verließ er es für immer und kehrte nie mehr dorthin zurück.
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