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S.45.11. Verweilen I
In
Sávatthi.
"Ich
wünsche, ihr Mönche, mich einen halben Monat zurückzuziehen. Niemand soll mich
da aufsuchen außer demjenigen, der mir das Essen bringt".
"Gewiß,
o Herr", erwiderten da jene Mönche dem Erhabenen gehorsam, und niemand
suchte den Erhabenen auf außer demjenigen, der ihm das Essen brachte. Am Ende
des halben Monats kam der Erhabene aus seiner Zurückgezogenheit und wandte sich
also an die Mönche:
"In
jenem Verweilen, ihr Mönche, in welchem ich erstmals noch der Erwachung geweilt
hatte, habe ich teilweise geweilt. So erkannte ich, was durch falsche
Erkenntnis, falsche Gesinnung, falsche Rede, falsches Handeln, falschen
Lebensunterhalt, falsche Anstrengung, falsche Achtsamkeit, falsche Einigung zu
erleben ist und was durch rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede,
rechtes Handeln, rechten Lebensunterhalt, rechte Anstrengung, rechte
Achtsamkeit, rechte Einigung zu erleben ist - und was durch den Willen zu
erleben ist, durch Erwägen zu erleben ist, durch Wahrnehmung zu erleben ist.
Ist
der Wille nicht zur Ruhe gekommen, dann ist Erwägen nicht zur Ruhe gekommen und
Wahrnehmung ist nicht zur Ruhe gekommen. Dadurch bedingt ist Erleben. Ist der
Wille zur Ruhe gekammen, aber Erwägen und Wahrnehmung sind nicht zur Ruhe
gekommen, dann ist dadurch bedingt Erleben. Ist der Wille zur Ruhe gekommen und
die Erwägungen zur Ruhe gekommen, aber die Wahrnehmung nicht zur Ruhe gekommen,
dann ist auch dadurch bedingt Erleben. Ist aber der Wille zur Ruhe gekommen,
ist Erwägung zur Ruhe gekommen, sind die Wahrnehmungen zur Ruhe gekommen, dann
ist auch dadurch bedingt Erleben.
Das
Unerreichte zu erreichen, kann man sich mühen. Ist aber jener Zustand erreicht,
dann ist auch dadurch bedingt Erleben".
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