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S.45.161.-180. Suchen usw.
In
Sávatthi.
(161)
"Dreifaches Suchen gibt es, ihr Mönche: Suchen der Sinne, Suchen nach
Dasein, Suchen nach Brahma-Wandel.
(162)
Dreifaches Unterscheiden gibt es, ihr Mönche: 'Besser bin ich' ist eine
Unterscheidung, 'Gleich bin ich' ist eine Unterscheidung, 'Schlechter bin ich'
ist eine Unterscheidung.
(163)
Drei Triebe gibt es, ihr Mönche: sinnliche Triebe, Triebe nach Dasein, Triebe
nach Unwissen.
(164)
Dreifaches Dasein gibt es, ihr Mönche: sinnliches Dasein, formhaftes Dasein,
formloses Dasein.
(165)
Drei Leidhaftigkeiten gibt es, ihr Mönche: Die Leidhaftigkeit des Leidens, die
Leidhaftigkeit des Gestaltens, die Leidhaftigkeit der Wandelbarkeit.
(166-168)
Drei Verhärtungen, drei Übel, drei Niederschläge gibt es, ihr Mönche: Reiz,
Abwehr und Verblendung.
(169)
Drei Gefühle gibt es, ihr Mönche: Wohlgefühl, Wehgefühl,
Weder-weh-noch-wohl-Gefühl.
(170)
Dreifachen Durst und dreifaches Dürsten gibt es: sinnlichen Durst und
sinnliches Dürsten, Durst und Dürsten nach Dasein, Durst und Dürsten nach
Nichtsein.
(171-172)
Vier Wogen und Joche gibt es, ihr Mönche: sinnliche Wogen und Joche, Woge und
Joch des Daseins, Woge und Joch der Ansicht, Woge und Joch des Unwissens.
(173)
Vierfaches Ergreifen gibt es, ihr Mönche: sinnliches Ergreifen, Ergreifen von
Ansicht, Ergreifen von Tugendwerk, Ergreifen von Selbstbehauptung.
(174)
Vier Knoten gibt es, ihr Mönche: Begehren als Körperknoten, Haß als
Körperknoten, Überschätzen von Tugendwerk als Körperknoten, 'Dies nur ist
Wahrheit' zu denken, sich angewöhnen als Körperknoten.
(175)
Siebenfaches Anliegen gibt es, ihr Mönche: Anliegen des sinnlichen Reizes,
Anliegen des Widerstands, Anliegen der Ansicht, Anliegen des Zweifels, Anliegen
des Dünkens, Anliegen des Daseinsreizes, Anliegen des Unwissens.
(176)
Fünf Wunschgenüsse gibt es, ihr Mönche: Die durch Auge, Ohr, Nase, Zunge,
Körper ins Bewußtsein tretenden Formen, Töne, Düfte, Geschmäcke, Gegenstände,
die ersehnten geliebten, entzückenden, angenehmen, den Wünschen entsprechenden,
reizenden.
(177)
Fünf Hemmungen gibt es, ihr Mönche: Hemmung durch Wunscheswillen, durch Hassen,
durch matte Müde, durch Unruhe und Ungeduld, durch Zweifel.
(178)
Fünf Faktoren des Ergreifens gibt es, ihr Mönche: Den Faktor des Ergreifens von
Form, von Gefühl, von Wahrnehmung, von Gestaltungen, von Bewußtsein.
(179)
Fünf niederziehende Fesseln gibt es, ihr Mönche: Ansicht von der
Seins-Darstellung, Zweifel, Überschätzen von Tugendwerk, Wunscheswillen, Haß.
(180)
Fünf emporziehende Fesseln gibt es, ihr Mönche: Reiz an Form, Reiz an
Formlosigkeit, Dünken, Unruhe, Unwissen.
Um
all dieses zu überblicken, es zu durchschauen, es völlig versiegen zu lassen,
es zu überwinden, ist der edle achtfältige Pfad zu entfalten. Und was ist der
edle achtfältige Pfad? Rechte Erkenntnis bis rechte Einigung, auf Einsamkeit
gestützt, auf Entreizung gestützt, auf Auflösung gestützt, die in Loslassen
übergehen oder die die Wegführung von Reiz, Abwehr und Verblendung zum Endziel
haben oder die ins Todlose münden, zum Todlosen übergehen, das Todlose als
Endziel haben oder die zum Nirvána neigen, sich beugen, sich senken .
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