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S.46.57.-76. Meditative
Wahrnehmungen
In
Sávatthi.
(57-61)
"Die Wahrnehmung eines Gerippes, ihr Mönche, die Wahrnehmung wimmelnder
Würmer, einer blauschwarz verfärbten, durchlöcherten, aufgedunsenen Leiche oder
(62-66)
Die Liebe, ihr Mönche, das Erbarmen, die Mitfreude, der Gleichmut, bedachtsame
Ein- und Ausatmung, oder
(67-76)
Die Wahrnehmung der Unschönheit, des Todes, der widerwärtigkeit der Nahrung,
der Freudlosigkeit der ganzen Welt, der Unbeständigkeit, des Leidens, des
Nicht-Ich, der Überwindung, der Entreizung, der Auflösung, entfaltet und
ausgebildet, hat große Frucht, hat großen Segen, läßt zwei Früchte erwarten:
Höchstes Wissen zu Lebzeiten oder, ist ein Rest Anhangen da, Nichtwieder kehr,
führt zu mächtigem Heil, zu mächtigem Frieden des Yoga, zu mächtiger
Ergriffenheit, zu mächtigem Wohlbefinden. Und wie?
Da
entfaltet der Mönch, ihr Mönche, mit solchen Wahrnehmungen verbunden, die
Erwachungsglieder Achtsamkeit bis Gleichmut, auf Einsamkeit gestützt, auf
Entreizung gestützt, auf Auflösung gestützt, die in Loslassen übergehen".
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