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S.48.40. Erscheinen
"Diese
fünf Fähigkeiten gibt es, ihr Mönche.
I.
Da
erscheint einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht verweilt,
die Fähigkeit zum Wehe, und er erkennt: 'Erschienen ist mir diese Fähigkeit zum
Wehe, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit einer Gestaltung,
mit Bedingungen. Da, aber eine Fähigkeit zum Wehe ohne Vorstellung, ohne
Abkunft, ohne Gestaltung, ohne Bedingungen erscheinen könnte, der Fall findet
sich nicht'.
Der
erkennt die Fähigkeit zum Wehe, die Entstehung der Fähigkeit zum Wehe, die
Auflösung der Fähigkeit zum Wehe und wo die erschienene Fähigkeit zum Wehe sich
restlos auflöst.
Wo
aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Wehe restlos auf? Da verweilt, ihr
Mönche, der Mönch gar fern von Begierden, fern von unheilsamen Dingen, in
erwägendem, sinnendem, einsamgeborenem Entzückenswohl, in der Weihe der ersten
Schauung. Dort löst sich die erschienene Fähigkeit zum Wehe restlos auf. Den
nennt man, ihr Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit zum Wehe
kennengelernt und dessen Herz sich dabei gesammelt hat.
II.
Da
erscheint nun einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht
verweilt, die Fähigkeit zum Trübsinn, und er erkennt: 'Erschienen ist mir diese
Fähigkeit zum Trübsinn, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit
einer Gestaltung, mit Bedingungen. Da, aber eine Fähigkeit zum Trübsinn ohne
Vorstellungen, ohne Abkunft, ohne Gestaltungen, ohne Bedingungen erscheinen
könnte, der Fall findet sich nicht. Der erkennt die Fiihigkeit zum Trübsinn, ihre
Entstehung, ihre Auflösung und wo die erschienene Fähigkeit zum Trübsinn sich
restlos auflöst.
Wo
aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Trübsinn restlos auf? Da verweilt
der Mönch, ihr Mönche, nach Zur-Ruhe-Kommen des Erwägens und Sinnens in der
inneren Meeresstille, im Einswerden des Gemütes, in dem von Erwägen und Sinnen
freien, in der Einigung geborenen Entzückenswohl, in der Weihe der zweiten
Schauung. Dort löst sich die erschienene Fähigkeit zum Trübsinn restlos auf.
Den nennt man, ihr Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit zum
Trübsinn kennengelernt und dessen Herz sich dabei gesammelt hat.
III.
Da
erscheint nun einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht
verweilt, die Fähigkeit zum Wohl, und er erkennt: 'Erschienen ist mir diese
Fähigkeit zum Wohl, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit
einer Gestaltung, mit Bedingungen. Daß aber eine Fähigkeit zum Wohl ohne
Vorstellungen, ohne Abkunft, ohne Gestaltungen, ohne Bedingungen erscheinen
könnte, der Fall findet sich nicht'. Der erkennt die Fähigkeit zum Wohl, ihre
Entstehung, ihre Auflösung und wo die erschienene Fähigkeit zum Wohl sich
restlos auflöst.
Wo
aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Wahl restlos auf? Da verweilt der Mönch,
ihr Mönche, nach Entreizung des Entzückens gleichmütig, achtsam, klar bewußt:
Ein Wohl empfindet er im Körper, von dem die Edlen sagen: 'Der gleichmütig
Achtsame weilt im Wohl', so verweilt er in der Weihe der dritten Schauung. Dort
löst sich die erschienene Fähigkeit zum Wohl restlos auf. Den nennt man, ihr
Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit zum Wohl kennengelernt und
dessen Herz sich dabei gesammelt hat.
IV.
Da
erscheint nun einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht
verweilt, die Fähigkeit zum Frohsinn und er erkennt: 'Erschienen ist mir diese
Fähigkeit zum Frohsinn, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit
einer Gestaltung, mit Bedingungen. Daß aber eine Fähigkeit zum Frohsinn ohne
Vorstellungen, ohne Abkunft, ohne Gestaltungen, ohne Bedingungen erscheinen
könnte, der Fall findet sich nicht'. Der erkennt die Fähigkeit zum Frohsinn,
ihre Entstehung, ihre Auflösung und wo die erschienene Fähigkeit zum Frohsinn
sich restlos auflöst.
Wo
aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Frohsinn restlos auf? Nach
Verwerfung des Wohls, nach Verwerfung des Wehes, nach Untergang von Frohsinn
und Trübsinn verweilt der Mönch, ihr Mönche, weder in Wehe noch Wohl in der
gleichmütig achtsamen vollkommenen Reine, in der Weihe der vierten Schauung.
Dort löst sich die erschienene Fähigkeit zum Frohsinn restlos auf. Den nennt
man, ihr Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit zum Frohsinn
kennengelernt und dessen Herz sich dabei gesammelt hat.
V.
Da
erscheint einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht verweilt,
die Fähigkeit zum Gleichmut, und er erkennt: Erschienen ist mir diese Fähigkeit
zum Gleichmut, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit einer
Gestaltung, mit Bedingungen. Daß aber eine Fähigkeit zum Gleichmut ohne
Vorstellungen, eine Abkunft, ohne Gestaltungen, ohne Bedingungen erscheinen
konnte, der Fall findet sich nicht'. Der erkennt die Fähigkeit zum Gleichmut,
ihre Entstehung, ihre Auflösung und wo die erschienene Fähigkeit zum Gleichmut
sich restlos auflöst.
Wo
aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Gleichmut restlos auf? Da hat, ihr
Mönche, der Mönch nach völligem Übersteigen des Gebietes der Grenzscheide
möglicher Wahrnehmung die Auflösung von Wahrnehmung und Empfinden erreicht und
verweilt darin. Dort löst sich die erschienene Fähigkeit zum Gleichmut restlos
auf. Den nennt man, ihr Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit
zum Gleichmut kennengelernt und dessen Herz sich dabei gesammelt hat.
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