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Samyutta Nikáya

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  • 48. Indriya-Samyutta Fähigkeiten (1-185)
      • S.48.40. Erscheinen
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S.48.40. Erscheinen

 

"Diese fünf Fähigkeiten gibt es, ihr Mönche.

 

I.

 

Da erscheint einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht verweilt, die Fähigkeit zum Wehe, und er erkennt: 'Erschienen ist mir diese Fähigkeit zum Wehe, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit einer Gestaltung, mit Bedingungen. Da, aber eine Fähigkeit zum Wehe ohne Vorstellung, ohne Abkunft, ohne Gestaltung, ohne Bedingungen erscheinen könnte, der Fall findet sich nicht'.

Der erkennt die Fähigkeit zum Wehe, die Entstehung der Fähigkeit zum Wehe, die Auflösung der Fähigkeit zum Wehe und wo die erschienene Fähigkeit zum Wehe sich restlos auflöst.

Wo aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Wehe restlos auf? Da verweilt, ihr Mönche, der Mönch gar fern von Begierden, fern von unheilsamen Dingen, in erwägendem, sinnendem, einsamgeborenem Entzückenswohl, in der Weihe der ersten Schauung. Dort löst sich die erschienene Fähigkeit zum Wehe restlos auf. Den nennt man, ihr Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit zum Wehe kennengelernt und dessen Herz sich dabei gesammelt hat.

 

II.

 

Da erscheint nun einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht verweilt, die Fähigkeit zum Trübsinn, und er erkennt: 'Erschienen ist mir diese Fähigkeit zum Trübsinn, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit einer Gestaltung, mit Bedingungen. Da, aber eine Fähigkeit zum Trübsinn ohne Vorstellungen, ohne Abkunft, ohne Gestaltungen, ohne Bedingungen erscheinen könnte, der Fall findet sich nicht. Der erkennt die Fiihigkeit zum Trübsinn, ihre Entstehung, ihre Auflösung und wo die erschienene Fähigkeit zum Trübsinn sich restlos auflöst.

Wo aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Trübsinn restlos auf? Da verweilt der Mönch, ihr Mönche, nach Zur-Ruhe-Kommen des Erwägens und Sinnens in der inneren Meeresstille, im Einswerden des Gemütes, in dem von Erwägen und Sinnen freien, in der Einigung geborenen Entzückenswohl, in der Weihe der zweiten Schauung. Dort löst sich die erschienene Fähigkeit zum Trübsinn restlos auf. Den nennt man, ihr Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit zum Trübsinn kennengelernt und dessen Herz sich dabei gesammelt hat.

 

III.

 

Da erscheint nun einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht verweilt, die Fähigkeit zum Wohl, und er erkennt: 'Erschienen ist mir diese Fähigkeit zum Wohl, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit einer Gestaltung, mit Bedingungen. Daß aber eine Fähigkeit zum Wohl ohne Vorstellungen, ohne Abkunft, ohne Gestaltungen, ohne Bedingungen erscheinen könnte, der Fall findet sich nicht'. Der erkennt die Fähigkeit zum Wohl, ihre Entstehung, ihre Auflösung und wo die erschienene Fähigkeit zum Wohl sich restlos auflöst.

Wo aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Wahl restlos auf? Da verweilt der Mönch, ihr Mönche, nach Entreizung des Entzückens gleichmütig, achtsam, klar bewußt: Ein Wohl empfindet er im Körper, von dem die Edlen sagen: 'Der gleichmütig Achtsame weilt im Wohl', so verweilt er in der Weihe der dritten Schauung. Dort löst sich die erschienene Fähigkeit zum Wohl restlos auf. Den nennt man, ihr Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit zum Wohl kennengelernt und dessen Herz sich dabei gesammelt hat.

 

IV.

 

Da erscheint nun einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht verweilt, die Fähigkeit zum Frohsinn und er erkennt: 'Erschienen ist mir diese Fähigkeit zum Frohsinn, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit einer Gestaltung, mit Bedingungen. Daß aber eine Fähigkeit zum Frohsinn ohne Vorstellungen, ohne Abkunft, ohne Gestaltungen, ohne Bedingungen erscheinen könnte, der Fall findet sich nicht'. Der erkennt die Fähigkeit zum Frohsinn, ihre Entstehung, ihre Auflösung und wo die erschienene Fähigkeit zum Frohsinn sich restlos auflöst.

Wo aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Frohsinn restlos auf? Nach Verwerfung des Wohls, nach Verwerfung des Wehes, nach Untergang von Frohsinn und Trübsinn verweilt der Mönch, ihr Mönche, weder in Wehe noch Wohl in der gleichmütig achtsamen vollkommenen Reine, in der Weihe der vierten Schauung. Dort löst sich die erschienene Fähigkeit zum Frohsinn restlos auf. Den nennt man, ihr Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit zum Frohsinn kennengelernt und dessen Herz sich dabei gesammelt hat.

 

V.

 

Da erscheint einem Mönch, der ernsten Sinnes, unermüdlich, innig bemüht verweilt, die Fähigkeit zum Gleichmut, und er erkennt: Erschienen ist mir diese Fähigkeit zum Gleichmut, und zwar mit einer Vorstellung, mit einer Abkunft, mit einer Gestaltung, mit Bedingungen. Daß aber eine Fähigkeit zum Gleichmut ohne Vorstellungen, eine Abkunft, ohne Gestaltungen, ohne Bedingungen erscheinen konnte, der Fall findet sich nicht'. Der erkennt die Fähigkeit zum Gleichmut, ihre Entstehung, ihre Auflösung und wo die erschienene Fähigkeit zum Gleichmut sich restlos auflöst.

Wo aber löst sich die erschienene Fähigkeit zum Gleichmut restlos auf? Da hat, ihr Mönche, der Mönch nach völligem Übersteigen des Gebietes der Grenzscheide möglicher Wahrnehmung die Auflösung von Wahrnehmung und Empfinden erreicht und verweilt darin. Dort löst sich die erschienene Fähigkeit zum Gleichmut restlos auf. Den nennt man, ihr Mönche, einen Mönch, der die Auflösung der Fähigkeit zum Gleichmut kennengelernt und dessen Herz sich dabei gesammelt hat.

 

 




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