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S.48.41. Alter
Das
hab ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene in Sávatthi im Ostkloster,
auf Mutter Migáros Terrasse. Da hatte sich der Erhabene am Abend nach Aufhebung
der Zurückgezogenheit hingesetzt und ließ sich die Abendsonne auf den Rücken
scheinen. Da begab sich Anando zum Erhabenen, begrüßte ihn, massierte ihm mit
der Hand die Glieder und sprach:
Erstaunlich
ist es, o Herr, außerordentlich ist es, o Herr, daß jetzt die Haut des
Erhabenen, o Herr, nicht mehr so rein und glänzend ist, daß die Glieder alle
schlaff und faltig sind, daß der Körper nach vorn gebeugt ist und daß man die
Fähigkeiten also verändert sieht, nämlich die Sehfähigkeit, die Hörfähigkeit,
die Riechfähigkeit, die Schmeckfähigkeit, die Tastfähigkeit .
So
ist es eben, Anando, der Jugend wohnt schon das Gesetz des Alterns inne, der
Gesundheit das Gesetz der Krankheit, dem Leben das Gesetz des Sterbens. Daher
ist dann die Haut nicht mehr so rein und glänzend, die Glieder sind alle
schlaff und faltig, der Körper ist nach vorn gebeugt, und man sieht also die
Fähigkeiten verändert, nämlich die Sehfähigkeit, die Hörfähigkeit, die
Riechfähigkeit, die Schmeckfähigkeit, die Tastfähigkeit.
Also
sprach der Erhabene. Nachdem der Willkommene das gesagt hatte, sprach der
Meister noch also:
"Pfui,
elend Alter über dich,
du
Alter, das da unschön macht.
Die
Puppe schien so angenehm,
doch
jetzt zermalmt das Alter sie.
Und
lebt man hundert Jahre auch,
so
läuft man doch dem Tode zu.
Dem
Tode kann entfliehn nichts,
von
ihm wird alles doch zermalmt ".
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