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Samyutta Nikáya IntraText CT - Text |
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S.11.10. Die Weisen am Meer oder Sambara 1. Sávatthí (ist der Schauplatz).
2. (Der Erhabene sprach also:) "In früherer Zeit einmal, ihr Bhikkhus, lebten zahlreiche tugendhafte Weise von trefflicher Art friedlich am Meeresufer in Laubhütten.
3. Zu jener Zeit aber, ihr Bhikkhus, stand ein Kampf bevor zwischen den Göttern und den Dämonen.
4. Da nun, ihr Bhikkhus, kam den tugendhaften Weisen von trefflicher Art folgender Gedanke: 'Fromm sind die Götter, unfromm die Dämonen. Es könnte auch uns Gefahr von den Dämonen drohen. Wie wäre es, wenn wir jetzt zu dem Dämonenfürsten Sambara (*1) uns begäben und ihn um Gewährung von Sicherheit bäten (*2).'
5. Da nun, ihr Bhikkhus, verschwanden die tugendhaften Weisen von trefflicher Art so schnell wie ein starker Mann den eingezogenen Arm ausstreckt oder den ausgestreckten Arm einzieht, in den Laubhütten am Meeresufer und erschienen vor dem Dämonenfürsten Sambara.
6. Da nun, ihr Bhikkhus, redeten die tugendhaften Weisen von trefflicher Art den Dämonenfürsten Sambara mit der Strophe an:
'Die Weisen sind zu Sambara gekommen und bitten ihn um Gewährung von Sicherheit, Handle du nach Belieben, uns Gefahr oder Sicherheit zu gewähren' (*3).
7. (Sambara:) 'Für die Weisen gibt es keine Sicherheit, für die bösen, die dem Sakka dienen; Wenn ihr um Sicherheit bittet, biete ich euch Gefahr.'
8. (Die Weisen:) 'Da wir um Sicherheit bitten, bietest du uns Gefahr. Wir nehmen das von dir entgegen: endlos ist deine Gefahr. Was für ein Same gesät wird, solcher Art Frucht wird geerntet: Wer Gutes tut, erntet gute, wer Übles tut, erntet üble (Frucht); Den von dir gesäten Samen, Väterchen (*4), wirst du auskosten als Frucht.'
9. Da nun, ihr Bhikkhus, verschwanden die tugendhaften Weisen von trefflicher Art, nachdem sie den Dämonenfürsten Sambara verflucht hatten, so schnell, wie ein starker Mann den Arm ausstreckt oder den ausgestreckten Arm einzieht, vor dem Dämonenfürsten Sambara und erschienen (wieder) in den Laubhütten am Meeresufer.
10. Da nun, ihr Bhikkhus, fuhr der Dämonenfürst Sambara, von den tugendhaften Weisen von trefflicher Art verflucht, in selbiger Nacht dreimal erschreckt (aus dem Schlafe) empor."
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*1) Skr. sambara Sohn des Danu, von dem die Dánava abstammen, Hopkins, Epic Mythology, s. 48. ( *2) Der Komm. I. 406.14 sagt folgendes. Die Kämpfe zwischen Göttern und Dämonen spielen sich meist auf der Meeresoberfläche ab. Die Weisen fürchten nun, es möchten die Dämonen, wenn sie unterliegen, auf der Flucht aus Wut ihre Einsiedeleien zerstören, weil sie in den weisen Bundesgenossen und Berater des Sakka sehen. ( *3) Komm. I. 407.3 "wenn du uns Sicherheit gewähren willst, kannst du sie uns gewähren, wenn du uns Gefahren bereiten willst, kannst du sie uns bereiten." Die Konstruktion der Pálistrophe Z. 2 ist nicht ganz klar. ( *4) Der Pálitext in der Ausgabe lautet pavuttam vappate bíjam. Hier ist pavuttam = skr. pra-upta von Wz. vap (Komm.: khette patitthápitam); aber vappate gibt keinen Sinn. Man kann doch nicht sagen: der ausgesäte Same wird gesät. Es ist vielmehr mit den singhalesischen Hss. pavuttam táta te bíjam zu lesen; táta "Väterchen" ist natürlich in ironischem Sinne gemeint. |
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