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Samyutta Nikáya IntraText CT - Text |
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S.12.50. Der edle Jünger (2)
Dieses Sutta unterscheidet sich von dem vorhergehenden Sutta 49 nur dadurch, daß, während in Sutta 49 viññána, das Bewußtsein, als gegeben angenommen und die Nidánareihe von diesem Punkt an bis zum Schlußglied durchgeführt wird, Sutta 50 bei dem ersten nidána, dem Nichtwissen beginnt und so den ganzen paticcasamuppáda enthält. Nun findet sich der Zusatz von Sutta 50 wenigstens in einer birmanischen Handschrift, die der Textausgabe neben singhalesischen Handschriften zu grunde gelegt ist, auch bei Sutta 49. es ist nun klar, daß sie hier spätere gelehrte Zutat ist; denn in diesem Falle stimmen ja beide Suttas wortwörtlich überein und es wäre kein Grund einzusehen für die zweimalige Aufnahme in den Kanon. Einleuchtend ist aber andrerseits die Veranlassung der Einschiebung: die Nidánareihe erschien eben in Sutta 49 unvollständig und der Ergänzung bedürftig. Birmanische Manuskripte tragen oft die Merkmale gelehrter Überarbeitung, und als solche ist jene Einschiebung anzusehen.
1. Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2. "Nicht kommt, ihr Bhikkhus, einem wohl unterrichteten edlen Jünger folgender Gedanke: ,steht es wohl so (daß man fragen muß): was muß vorhanden sein, damit was entsteht? aus wessen Entstehung folgt die Entstehung von was? was muß vorhanden sein, damit Gestaltungen entstehen? was muß vorhanden sein, damit Bewußtsein entsteht? was muß vorhanden sein, damit Name und Form entsteht?' usw. usw. (= 49. 2).
3. Sondern es besitzt, ihr Bhikkhus, ein wohl unterrichteter edler Jünger infolge seines ausschließlichen Vertrauens schon das Wissen hiervon: ,wenn jenes ist, tritt dieses ein; aus der Entstehung von jenem geht die Entstehung von diesem hervor: wenn Nichtwissen vorhanden ist, entstehen Gestaltungen; wenn Gestaltungen vorhanden sind, entsteht Bewußtsein; wenn Bewußtsein vorhanden ist, entsteht Name und Form usw. usw.' (= 49.3).
4. Nicht kommt, ihr Bhikkhus, einem wohl unterrichteten edlen Jünger folgender Gedanke: ,steht es wohl so (daß man fragen muß): was muß nicht vorhanden sein, damit was nicht entsteht? aus wessen Aufhebung folgt die Aufhebung von was? was muß nicht vorhanden sein, damit Gestaltungen nicht entstehen? was muß nicht vorhanden sein, damit Bewußtsein nicht entsteht? was muß nicht vorhanden sein, damit Name und Form nicht entsteht?' usw. usw. (= 49. 4).
5. Sondern es besitzt, ihr Bhikkhus, ein wohl unterrichteter edler Jünger infolge seines ausschließlichen Vertrauens schon das Wissen hiervon: ,wenn jenes nicht ist, tritt dieses nicht ein; aus der Aufhebung von jenem geht die Aufhebung von diesem hervor: wenn Nichtwissen nicht vorhanden ist, entstehen Gestaltungen nicht; wenn Gestaltungen nicht vorhanden sind, entsteht Bewußtsein nicht; wenn Bewußtsein nicht ist, entsteht Name und Fom nicht' usw. usw. (= 49. 5, 6)".
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