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Samyutta Nikáya IntraText CT - Text |
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S.22.44. Der Pfad
1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im Kloster des Anáthapindika.
2. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" - "Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:
3. "Den zur Entstehung der Persönlichkeit *f86) führenden Pfad will ich euch zeigen, ihr Mönche, und den Pfad zur Aufhebung der Persönlichkeit. So höret und achtet wohl auf! Ich werde sprechen.
4. Was nun, ihr Mönche, ist der zur Entstehung der Persönlichkeit führende Pfad?
5.-9. Es ist da, ihr Mönche, ein unerfahrener Weltmensch...; der betrachtet die Körperlichkeit als das Selbst oder das Selbst als Körperlichkeit besitzend oder die Körperlichkeit als im Selbst oder das Selbst als in der Körperlichkeit. Der betrachtet das Gefühl, die Wahrnehmung, die Gestaltungen, das Bewußtsein als das Selbst oder das Selbst als (Gefühl...) Bewußtsein besitzend oder das Bewußtsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewußtsein.
10. Das nennt man, ihr Mönche, den zur Entstehung der Persönlichkeit führenden Pfad. Was da der zur Entstehung der Persönlichkeit führende Pfad ist, das, ihr Mönche, gilt als eine Betrachtungsweise, die zur Entstehung des Leidens fuhrt. Das ist hierbei der Sinn.
11. Was nun, ihr Mönche, ist der zur Aufhebung der Persönlichkeit führende Pfad?
12.-16. Es ist da, ihr Mönche, ein erfahrener, edler Jünger...; nicht betrachtet er die Körperlichkeit, das Gefühl, die Wahrnehmung, die Gestaltungen, das Bewußtsein als das Selbst...
17. Das nennt man, ihr Mönche, den zur Aufhebung der Persönlichkeit führenden Pfad. Was da der zur Aufhebung der Persönlichkeit führende Pfad ist, ihr Mönche, gilt als eine Betrachtungsweise, die zur Aufhebung des Leidens führt. Das ist hierbei der Sinn."
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*f86) Das Wort 'Persönlichkeit' ist hier als 'Person im konventionellen Sinne' zu verstehen und nicht im Sinne eines Wortgebrauchs wie 'starke Persönlichkeit'. Der Páli-Begriff sakkáya (= sat-káya) bedeutet wörtlich 'existierende (oder existentielle) Gruppe', d.i. die fünf Daseinsgruppen oder die veränderliche Gruppierung von körperlichen und geistigen Vorgängen, die fälschlich für eine beharrende Persönlichkeit gehalten werden. Der Ehrw. Nyánatiloka sagt daher in seinem 'Buddhistischen Wörterbuch' mit Recht, daß die Wiedergabe von sakkáya mit 'Persönlichkeit "nicht ganz einwandfrei" ist. Doch da sie sich eingebürgert hat - besonders für sakkáya-ditthi, 'Persönlichkeitsansicht' - wurde sie hier beibehalten. |
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