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Samyutta Nikáya

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  • 22. Khandha-Samyutta - Die Daseinsgruppen
      • S.22.63.-65. Haftend - Dünkel hegend - Sich ergötzend
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S.22.63.-65. Haftend - Dünkel hegend - Sich ergötzend

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im Kloster des Anáthapindika.

 

2. Es begab sich da ein Mönch zum Erhabenen, berüßte ihn ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder.

 

3. Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also: "Gut wäre es, o Herr, wenn mir der Erhabene in Kürze die Lehre zeigte. Nachdem ich vom Erhabenen die Lehre gehört, will ich einsam weilen, abgesondert, unermüdlich, eifrig und entschlossen."

 

4. "Haftend, o Mönch, ist man Máras Gefangener; nicht haftend ist man frei vom Bösen."

(In den Sutten 64./65.: "Dünkel hegend - sich ergötzend *f122), o Mönch, ist man Máras Gefangener; keinen Dünkel hegend - sich nicht ergötzend ist man frei vom Bösen.") - "Verstanden ist es, Erhabener; verstanden ist es, Gesegneter."

 

5. "Wie denn, o Mönch, verstehst du ausführlich den Sinn meiner kurzgefaßten Rede?"

 

6. "An der Körperlichkeit - am Gefühl - an der Wahrnehmung - an den Gestaltungen - am Bewußtsein haftend, ist man Máras Gefangener; nicht haftend ist man frei vom Bösen. - (In den Sutten 64./65.: "Bei der Körperlichkeit... Dünkel hegend - hieran sich ergötzend, o Herr, ist man Máras Gefangener; keinen Dünkel hegend - sich nicht ergötzend ist man frei vom Bösen.) - So, o Herr, verstehe ich ausführlich den Sinn jener kurzgefaßten Rede des Erhabenen."

 

7. "Gut, gut, o Mönch! Gut hast du, o Mönch, ausführlich den Sinn meiner kurzgefaßten Rede verstanden: An der Körperlichkeit haftend, o Mönch..." (Wiederholung von Nr. 6)

 

8. Und jener Mönch, über die Worte des Erhabenen erfreut und zufrieden, erhob sich von seinem Sitz, verehrte den Erhabenen ehrerbietig und entfernte sich.

 

9. Jener Mönch lebte nun einsam, abgesondert, unermüdlich, eifrig und entschlossen. Jenes Ziel, um dessentwillen Söhne aus edler Familie gänzlich vom Hause folt in die Hauslosigkeit ziehen, diese höchste Vollendung des Heiligen Wandels hatte er schon nach kurzer Zeit, bei Lebzeiten noch, selber erkannt und verwirklicht und verweilte in ihrem Besitze. 'Versiegt ist die Geburt, vollendet der Heilige Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres nach diesem hier', so erkannte er.

 

10. So war auch jener Mönch ein Heiliger geworden.

 

 




*f122) Komm.: "sich ergötzend durch Begehren, Dünkel oder falsche Ansichten".






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