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Samyutta Nikáya IntraText CT - Text |
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S.35.190 Der Saftbaum
Gibt es, ihr Mönche, für irgendeinen Mönch oder eine Nonne bei den durch die Sinne ins Bewußtsein tretenden Dingen Reiz, gibt es Abwehr, gibt es Verblendung und sind Reiz, Abwehr und Verblendung nicht überwunden, dann überwältigen schon geringe, durch die Sinne ins Bewußtsein tretende Dinge, die Zugang erlangen, das Herz - was sollte man erst von mächtigen sagen? Und warum? Weil, ihr Mönche, es Reiz gibt, weil es Abwehr gibt, weil es Verblendung gibt und weil Reiz, Abwehr und Verblendung nicht überwunden sind.
Gleichwie, wenn da, ihr Mönche, ein Saftbaum wäre, ein Bo-Baum, eine Luftwurzelfeige, eine Parasitenfeige, eine Udumbara-Feige, oder ein kleiner, zarter, junger Baum, und ein Mann würde ihn mit scharfer Axt spalten, würde da Saft herauskommen?" "Gewiß, o Herr". "Und warum?" "Weil, o Herr, Saft darin ist".
"Ebenso nun auch, ihr Mönche, ist es bei irgendeinem Mönch oder einer Nonne: Gibt es da bei den durch die Sinne ins Bewußtsein tretenden Dingen Reiz gibt es Abwehr, gibt es Verblendung und sind diese nicht überwunden, dann überwältigen schon geringe durch die Sinne ins Bewußtsein tretende Dinge, die Zugang haben, das Herz - was sollte man da erst von mächtigen sagen? Und warum? Weil es Reiz gibt, weil es Abwehr gibt, weil es Verblendung gibt und weil diese nicht überwunden sind.
Gibt es aber bei irgendeinem Mönch oder einer Nonne bei den durch die Sinne ins Bewußtsein tretenden Dingen keinen Reiz, keine Abwehr und keine Verblendung, sind diese überwunden, dann überwältigen selbst mächtige, durch die Sinne ins Bewußtsein tretende Dinge, die Zugang haben, n i c h t das Herz - was sollte man da erst von geringen sagen? Und warum? Weil es, ihr Mönche, keinen Reiz gibt, keine Abwehr, keine Verblendung, weil diese überwunden sind.
Gleichwie, ihr Mönche, wenn da ein Saftbaum wäre, ein Bo-Baum, eine Luftwurzelfeige, eine Parasitenfeige, eine Udumbara-Feige, trocken, saftlos, alt geworden, und ein Mann würde ihn mit einer scharfen Axt spalten. Würde da Saft herauskommen?" "Gewiß nicht, o Herr". "Und warum?" "Weil kein Saft darin ist".
"Ebenso nun auch ist es bei irgendeinem Mönch oder einer Nonne: Gibt es da bei den durch die Sinne ins Bewußtsein tretenden Dingen keinen Reiz, keine Abwehr, keine Verblendung, sind diese überwunden, dann überwältigen selbst mächtige, durch die Sinne ins Bewußtsein tretende Dinge, die Zugang haben, nicht das Herz - was sollte man da erst von geringen sagen? Und warum? Weil, ihr Mönche, Reiz, Abwehr und Verblendung überwunden sind".
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