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Samyutta Nikáya

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  • 48. Indriya-Samyutta Fähigkeiten (1-185)
      • S.48.42. Unnábho der Brahmane
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S.48.42. Unnábho der Brahmane

 

In Sávatthi.

Da begab sich Unnábho der Brahmane zum Erhabenen, wechselte höflichen Gruß und freundliche denkwürdige Worte und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, wandte er sich also an den Erhabenen:

"Diese fünf Fähigkeiten haben verschiedene Bereiche, verschiedene Weidegebiete, und nicht bemerkt einer etwas aus dem Weidegebiet des anderen. Welche fünf? Die Sehfähigkeit, die Hörfähigkeit, die Riechfähigkeit, die Schmeckfähigkeit, die Tastfähigkeit. Für diese fünf Fähigkeiten, Herr Gotamo, die verschiedene Bereiche, verschiedene Weidegebiete haben und von denen keiner etwas aus dem Weidegebiet des anderen bemerkt, was ist für sie die Zuflucht und was bemerkt etwas aus ihrem Weidegebiet?''

"Diese fünf Fähigkeiten, Brahmane, haben verschiedene Bereiche, verschiedene Weidegebiete und nicht bemerkt einer etwas aus dem Weidegebiet des anderen. Welche fünf? Die Sehfähigkeit, die Hörfähigkeit, die Riechfähigkeit, die Schmeckfähigkeit, die Tastfähigkeit - Für diese fünf Fähigkeiten, Brahmane, die verschiedene Bereiche, verschiedene Weidegebiete haben und von denen keiner etwas aus dem Weidegebiet des anderen bemerkt, ist der Geist die Zuflucht; der Geist bemerkt etwas aus ihrem Weidegebiet".

"Für den Geist aber, Herr Gotamo, was ist da die Zuflucht?"

"Für den Geist, Brahmane, ist die Achtsamkeit die Zuflucht".

"Und was ist für die Achtsamkeit, Herr Gotamo, die Zuflucht?"

"Für die Achtsamkeit, Brahmane, ist die Erlösung die Zuflucht".

"Und was ist für die Erlösung, Herr Gotamo, die Zuflucht?"

"Für die Erlösung, Brahmane, ist das Nirvána die Zuflucht".

"Und was ist, Herr Gotamo, für das Nirvána die Zuflucht?"

"Überschritten hast du nun, Brahmane, das Fragen. Diese Frage kann man nicht beantworten, denn, um ins Nirvána einzumünden, wird der Brahma-Wandel geführt, zum Nirvána führt er hin, das Nirvána hat er als Endziel".

Über des Erhabenen Rede erfreut und befriedigt erhob sich Unnábho der Brahmane, ging rechts herum und entfernte sich. Nicht lange, nachdem Unnábho der Brahmane gegangen war, wandte sich der Erhabene an die Mönche:

"Angenommen, es sei da ein Giebelhaus oder eine Giebelhalle, und es ginge die Sonne vor dem Ostfenster auf, so daß ein Strahl durch dies Fenster fällt, wo findet er einen Halt?"

"An der westlichen Wand, o Herr";

"Ganz ebenso, ihr Mönche, hat das Vertrauen Unnábhos des Brahmanen am Vollendeten Halt gefunden, Wurzel geschlagen, ganz fest geworden. Und dawiderstellen kann sich kein Asket und kein Brahmane, kein Gott und kein Máro und kein Brahma oder irgendwer in der Welt. Wenn Unnábho der Brahmane sterben wird, wird es bei ihm keine Fessel mehr geben, durch welche fesselverstrickt er wieder in diese Welt zurückkehren könnte".

 

 




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