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Päpstlicher Rat für die Familie
Ehe, Familie und faktische Lebensgemeinschaften

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  • V – Christliche Ehe und faktische Lebensgemeinschaft
    • Die Ehe als Institution der ehelichen Liebe und andere Formen der Lebensgemeinschaft
      • 35
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35. Was die Grundprinzipien hinsichtlich der sakramentalen Natur der Ehe angeht, so ist die Frage komplexer. Die Hirten der Kirche müssen in der Tat dem ungeheuren Reichtum der Gnade Rechnung tragen, der aus der sakramentalen Natur der christlichen Ehe hervorgeht, sowie dem Einfluß, den sie auf die in der Ehe begründeten Beziehungen in der Familie ausübt. Gott wollte, daß der ursprüngliche Ehebund, die Ehe der Schöpfung, ein permanentes Zeichen der Verbindung Christi mit der Kirche sei und so zu einem wahren Sakrament des Neuen Bundes würde. Das Problem besteht darin, das richtig zu verstehen: Dieser sakramentale Charakter ist weder ein Zusatz noch etwas der Natur der Ehe Äußerliches. Im Gegenteil: Die Ehe, die der Schöpfer unauflöslich wollte, wurde durch Christi Werk der Erlösung zu einem Sakrament erhoben, ohne daß dies auch nur die geringsteEntstellung“ ihrer Wirklichkeit mit sich brächte. Verkennt man die Besonderheit dieses Sakraments im Vergleich zu den anderen, dann entstehen oft Mißverständnisse, und der Begriff der sakramentalen Ehe wird verdunkelt. Dieser Begriff gewinnt bei der Ehevorbereitung eine besondere Bedeutung: die verdienstvollen Bemühungen zur Vorbereitung der Brautpaare auf die Feier des Sakraments wären unnütz, wenn diese die absolut unauflösliche Natur der Ehe, die sie zu schließen beabsichtigen, nicht richtig verstünden. Die Getauften bitten die Kirche nicht um die Feier eines Festes nach speziellen Riten, sondern um die Eheschließung für ein ganzes Leben, um das Sakrament des Neuen Bundes. Durch dieses Sakrament haben sie am Geheimnis der Verbindung Christi mit seiner Kirche teil und bringen ihre innige und unauflösliche Verbindung zum Ausdruck. 82

  




82 Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, Nr. 68.






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