86 Johannes Paul II., Ansprache bei der Generalaudienz am
5.9.1979: „Christus begibt sich nicht auf die Diskussionsebene, auf die seine Gesprächspartner
ihn bringen wollen. Mit einem Wort, er billigt nicht, wie sie das Problem
angehen. Er läßt sich nicht auf juristische oder kasuistische
Kontroversen ein, sondern bezieht sich zweimal auf den ,Anfang’“.
87 Johannes Paul II., Enzyklika Veritatis splendor, Nr. 53:
„Es ist nicht zu leugnen, daß sich der Mensch immer und in einer
bestimmten Kultur befindet, aber ebenso wenig läßt sich bestreiten,
daß sich der Mensch in dieser jeweiligen Kultur auch nicht erschöpft.
Im übrigen beweist die Kulturentwicklung selbst, daß es im Menschen
etwas gibt, das alle Kulturen transzendiert. Dieses ,Etwas’ ist eben die Natur
des Menschen: Sie gerade ist das Maß der Kultur und die Voraussetzung
dafür, daß der Mensch nicht zum Gefangenen irgendeiner seiner
Kulturen wird, sondern seine Würde als Person dadurch behauptet, daß
er in Übereinstimmung mit der tiefen Wahrheit seines Wesens lebt“.
88 Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Veritatis splendor,
Nr. 35-53; Thomas von Aquin,Summa theologiae I-II q. 93, a. 3, ad 2um:
Das Naturgesetz „ist nichts anderes als das Licht des Verstandes, das Gott in
uns entzündet hat. Dank diesem Licht erkennen wir, was wir tun und was wir
meiden müssen. Gott hat dieses Licht und dieses Gesetz bei der Schöpfung
gegeben“.
89 Vgl. Johannes Paul II.,Enzyklika Veritatis splendor, Nr.
62-64.
90 II. Vatikanisches Konzil,Dogmatische Konstitution Lumen
gentium, Nr. 11: Durch die Gnade der Ehe „fördern sie [die Eheleute]
sich gegenseitig zur Heiligung durch das eheliche Leben sowie in der Annahme
und Erziehung der Kinder“; vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr.
1641-1642.
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