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Die Kommunikationsmittel
46. Die Krise der Werte der Familie und des Familienbegriffs
in den Staatsordnungen und in den Mitteln zur Weitergabe der Kultur-Presse,
Fernsehen, Internet, Kino, usw.-macht eine erneute Bemühung erforderlich,
um die Werte der Familie in die Kommunikationsmittel einzubringen. Man
denke beispielsweise nur an den starken Einfluß der Massenmedien, der in
der Gesellschaft zum Verlust der Sensibilität für Zustände wie
Ehebruch, Scheidung oder faktische Lebensgemeinschaften geführt hat, oder
an die schädliche Verzerrung der „Werte“ (oder besser der „Anti-Werte“),
die manchmal sogar als normale Lebensentwürfe dargeboten werden. Trotz des
verdienstvollen Beitrags engagierter Christen, die im Bereich der
Kommunikationsmittel tätig sind, gilt es zu bedenken, daß einige
Fernsehprogramme und Fernsehserien zum Beispiel nicht nur nicht zur religiösen
Bildung beitragen, sondern die Desinformation und die Verbreitung religiöser
Ignoranz fördern. Auch wenn diese Faktoren keine Grundelemente für die
Gestaltung der Kultur darstellen, ist ihr Einfluß nicht zu leugnen. Sie
sind deshalb zu den soziologischen Faktoren zu rechnen, die eine Pastoral mit
realistischen Kriterien zu berücksichtigen sind.
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