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III- Die faktischen Lebensgemeinschaften und ihre Stellung in der Gesellschaft
als ganze
Die soziale und politische
Dimension der Frage der Gleichstellung
14. Gewisse
radikale kulturelle Einflüsse (wie die „Gender-Ideologie“, von der bereits
oben die Rede war) schaden der Familie als Institution. „Noch beunruhigender
ist aber der direkte Angriff gegen die Familie als Institution, der derzeit
zugleich auf bildungspolitischer, legislativer und administrativer Ebene geführt
wird. Es bestehen ganz offensichtlich Bestrebungen, die Familie den ganz
anderen Formen eheähnlicher Verhältnisse anzugleichen, ohne daß
man dabei grundlegende ethische und anthropologische Erwägungen berücksichtigt“.17
Aus diesem Grund müssen wir zuerst einmal die Identität der Familie
bestimmen. Diese Identität setzt die Beständigkeit der ehelichen
Beziehung zwischen Mann und Frau voraus. Diese Beständigkeit findet ihren
Ausdruck und ihre Bestätigung in der Aussicht auf die Zeugung und
Erziehung von Kindern zum Wohle der ganzen Gesellschaft. Die Beständigkeit
der Ehe und der Familie ist nicht allein auf dem guten Willen der betroffenen
Personen begründet, sondern besitzt aufgrund der öffentlichen
Anerkennung der Entscheidung für das Eheleben durch den Staat einen institutionellen
Charakter. Die Anerkennung, Verteidigung und Förderung dieser Beständigkeit
entspricht dem allgemeinen Interesse und insbesondere dem Interesse der Schwächsten,
das heißt der Kinder.
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