27. Auch für
die anderen Familienangehörigen ist die eheliche Gemeinschaft als
soziale Wirklichkeit ein Gut. Denn in der durch das Eheband begründeten
Familie werden nicht nur die neuen Generationen aufgenommen und lernen an den
gemeinsamen Pflichten teilzuhaben, sondern auch die älteren Generationen
(Großeltern) haben die Möglichkeit, zur gemeinsamen Bereicherung
beizutragen: Sie geben ihre Erfahrungen weiter; sie spüren noch einmal, daß
ihr Dienst gebraucht wird; sie fühlen sich in ihrer vollen Würde als
Personen bestätigt, da sie um ihrer selbst willen geschätzt und
geliebt werden, wenn sie sich am oft fruchtbaren Dialog zwischen den
Generationen beteiligen. Denn „die Familie ist der Ort, wo verschiedene
Generationen zusammenkommen und einander helfen, an menschlicher Weisheit
zuzunehmen und die Rechte des einzelnen mit den anderen Forderungen des
sozialen Lebens zu verbinden“57. Gleichzeitig können die alten
Menschen mit Zuversicht und Gewißheit in die Zukunft blicken, wohl
wissend, daß ihnen die zur Seite stehen werden, für die sie über
lange Jahre hinweg gesorgt haben. Wenn die Familie also in diesem Sinne ihre
Aufgabe wirklich erfüllt, dann wird den alten Menschen eine so große
Aufmerksamkeit entgegengebracht, wie es in ihrem Umfeld fremden Einrichtungen,
auch wenn diese mit hervorragend und mit der technisch fortschrittlichsten
Ausstattung versehen sind-zumindest in gewisser Hinsicht-nicht möglich wäre.
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