28. So können
wir auch die anderen positiven Aspekte für die ganze Gesellschaft
bedenken, die sich aus der ehelichen Gemeinschaft als Fundament der Ehe und
Ursprung der Familie ergeben. Um nur einige Beispiele zu nennen: das Prinzip
der Identifikation des Bürgers; das Prinzip der Einheit der
Verwandtschaft-als Grundlage der Beziehungen des Lebens in der Gesellschaft-und
ihrer Beständigkeit; das Prinzip der Weitergabe der kulturellen Güter
und Werte; das Subsidiaritätsprinzip: das Verschwinden der Familie würde
den Staat in der Tat zwingen, Funktionen wahrzunehmen, die von Natur aus
eigentlich der Familie zukommen; das Prinzip der Wirtschaftlichkeit – auch in
Fragen des Vorgehens: Zerbricht nämlich die Familie, muß der Staat häufiger
und verstärkter eingreifen, um die Probleme direkt zu lösen, die
eigentlich in der Privatsphäre verbleiben und dort gelöst werden
sollten-das würde sowohl auf finanzieller wie psychologischer Ebene höhere
Kosten auslösen. Es empfiehlt sich außerdem, daran zu erinnern, daß
„die Familie, die viel mehr ist als eine bloße juridische, soziale und ökonomische
Einheit, eine Gemeinschaft der Liebe und der Solidarität bildet, die in
einzigartiger Weise geeignet ist, kulturelle, ethische, soziale, geistige und
religiöse Werte zu lehren und zu übermitteln, wie sie wesentlich sind
für die Entwicklung und das Wohlergehen ihrer eigenen Mitglieder und der
ganzen Gesellschaft“59. Die Zerstückelung der Familie führt
keineswegs zu einer größeren Freiheit des einzelnen, sondern macht
sie verwundbarer und ohnmächtig gegenüber der Macht des Staates, der
seinerseits eine immer komplexere Rechtsprechung nötig hat, die nur Geld
kostet.
|