47.
Im
Mittelpunkt dieser Vorbereitung wird jedoch die Glaubensüberlegung über das
Sakrament der Ehe anhand des Wortes Gottes und unter Führung des Lehramts
stehen müssen. Die Brautleute sollen demnach erkennen, was es heibt, durch die
christliche Ehe kraft des Heiligen Geistes in Christus ein »Fleisch« (Mt
19, 6) zu werden; dies bedeutet nämlich, der eigenen Existenz eine neue Form
des Lebens aus der Taufe einzuprägen. Die Liebe der Eheleute wird durch das
Sakrament konkreter Ausdruck der Liebe Christi zu seiner Kirche (vgl. LG
11). Im Licht der Sakramentalität sind die ehelichen Vollzüge, die
verantwortungsvolle Zeugung, die erzieherische Tätigkeit, die
Lebensgemeinschaft, die Apostolizität und Sendung, die mit dem Leben der
christlichen Eheleute verbunden sind, als wertvolle Momente des christlichen
Lebens zu betrachten. Christus trägt und begleitet, wenn auch in noch nicht
sakramentaler Weise, den Weg der Gnade und des Heranreifens der Verlobten zur
Teilhabe am Geheimnis seiner Verbindung zur Kirche.
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