73.
Was die Zeit der entfernteren, näheren und unmittelbaren Vorbereitung betrifft,
empfiehlt es sich, die gegenwärtigen Erfahrungen zu sammeln, um eine starke
Änderung der Mentalität und der Praxis im Hinblick auf die Feier
herbeizuführen. Die Sorge der pastoralen Mitarbeiter mub jedoch auf die
Befolgung und Erklärung dessen zielen, was bereits im liturgischen Rituale
festgelegt und vorgesehen ist. Natürlich hängt ein solches Verständnis von der
ganzen Vorbereitung und vom Mab der christlichen Reife der Gemeinde ab.
* * *
Wie jeder
zur Kenntnis nehmen kann, wurden hier einige Elemente zur organischen
Vorbereitung der zum Sakrament der Ehe berufenen Gläubigen vorgelegt. Es wäre
wünschenswert, wenn die jungen Eheleute, insbesondere in den ersten fünf Jahren
ihres Ehelebens, eine angemessene Begleitung erführen. Diese kann durch Kurse
nach der Eheschliebung erfolgen, die in den Pfarreien oder Dekanaten nach der
Norm des Direktoriums für Familienpastoral, von der oben (Nr. 14, 15) die Rede
war, und in Anlehnung an das Apostolische Schreiben Familiaris consortio
(66) abgehalten werden.
Der
Päpstliche Rat für die Familie übergibt den Bischofskonferenzen die
vorliegenden Leitlinien für ihre eigenen Direktorien.
Die
Bischofskonferenzen und die einzelnen Bischöfe mögen sich darum sorgen, dab sie
in den kirchlichen Gemeinschaften wirksam werden. So wird jeder Gläubige besser
erkennen, dab das Sakrament der Ehe, das tiefe Geheimnis (Eph 5,
21ff) die Berufung vieler im Volk Gottes ist.
Vatikanstadt,
den 13. Mai 1996
Alfonso Kardinal López Trujillo
Präsident
des Päpstlichen Rates
für die Familie
+ Bischof Franciso Gil Hellín
Sekretär
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