7.
Hinter
der letztlich theologischen Begründung, die die Leitlinien prägt, steht die
Überzeugung, dab die Ehe ein Gut ist, das in der Schöpfung ihren Ursprung hat
und deshalb zutiefst in der menschlichen Natur verwurzelt ist. »Habt ihr nicht
gelesen, dab der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen
hat und dab er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und
sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein?« (Mt
19, 4-5). Deshalb trägt das, was die Kirche für Ehe und Familie wirkt, gewib
zum Wohl der Gesellschaft als solcher und zum Wohl aller Menschen bei. Denn die
christliche Ehe macht, auch als Ausdruck eines neuen von Christus, dem
Auferstandenen, verwirklichten Lebens, immer die Wahrheit der ehelichen Liebe
deutlich und ist daher gleichsam Prophetie, die ganz klar die wahre Forderung
des Menschseins verkündet: Mann und Frau sind von Anfang berufen, in der
Lebens- und Liebesgemeinschaft sowie in der Komplementarität zu leben, die die
menschliche Würde der Eheleute sowie das Wohl der Kinder und der Gesellschaft
erhöhen, und zwar in Verbindung mit »dem Schutz und der Förderung des Lebens
(...) Aufgabe und Verantwortung aller« (EV 91).
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