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Päpstlicher Rat für die Familie
Vorbereitung auf Sakrament der Ehe

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  • I. DIE BEDEUTUNG DER VORBEREITUNG AUF DIE CHRISTLICHE EHE
      • 20
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20. Die Vorbereitung auf die Ehe mub sich in die Bemühungen einfügen, die Kultur in ihren Wurzeln zu evangelisierem (vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi, 19) in allem, was die Ehe als Institution betrifft: den christlichen Geist in Denken und Verhalten sowie in die Gesetze und Strukturen der Gesellschaft, in der die Christen leben, einprägen (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2105). Diese implizite oder explizite Vorbereitung ist ein Aspekt der Evangelisierung, so dab man die Gültigkeit der Aussage des Heiligen Vaters bekräftigen kann: »Die Familie ist das Herz der Neuevangelisierung.« Die Vorbereitung »ist vor allem Aufgabe der Eheleute, die berufen sind, das Leben weiterzugeben auf der Grundlage eines immer wieder erneuerten Bewubtseins vom Sinn der Zeugung als bevorzugtem Ereignis, in dem offenbar wird, dab das menschliche Leben ein Geschenk ist, um seinerseits weitergeschenkt zu werden« (EV 92).

Neben den religiösen Werten vermittelt die Ehe als Grundlage der Familie der Gesellschaft zahlreiche Güter und Werte, die die Solidarität, die Achtung, die Gerechtigkeit und die Vergebung in persönlichen und gemeinschaftlichen Beziehungen festigen. Die auf der Ehe gegründete Familie erwartet ihrerseits von der Gesellschaft »in ihrer Identität anerkannt und in ihrer sozialen Subjektivität angenommen zu werden« (Gratissimam sane, 17), um so das »Herz der Zivilisation der Liebe« (ebd., 13) zu bilden.

Jede Diözese mub sich um die Erfüllung dieser Aufgabe bemühen und die gebührende Unterstützung anbieten. Ideal wäre es, wenn sie eine Diözesankommission für Ehevorbereitung einrichten würde, die durch eine Gruppe für Familienpastoral aus Eheleuten mit Pfarreierfahrung, Bewegungen und Fachleuten zu ergänzen wäre.

Aufgabe dieser Diözesankommission wäre die Bildung, Begleitung und Koordination auf verschiedenen Ebenen, und zwar in Zusammenarbeit mit Zentren, die in diesem Bereich tätig sind. Die Kommission sollte ihrerseits aus verschiedenen Teams von ausgewählten Laien bestehen, die bei der Ehevorbereitung im weitesten Sinn mitwirken und nicht nur bei der Durchführung von Seminaren. Die Kommission mübte über einen Koordinator — in der Regel ein vom Bischof beauftragter Priesterverfügen. Wird die Koordinierung einem Laien oder einem Ehepaar übertragen, so wäre es gut, wenn ihm ein Priester zur Seite stünde.

All dies fällt unter den organisatiorischen Bereich der Diözese mit ihren entsprechenden Strukturen oder möglichen Gebieten, für die ein Bischofsvikar oder die Dekane zuständig sind.




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