33.
Diese
Zeit der Vorbereitung fällt im allgemeinen in die Jugendzeit. Daher kann man
alles voraussetzen, was eigentlich die Jugendpastoral tun soll, die sich um die
ganzheitliche Entwicklung des Gläubigen bemüht. Die Jugendpastoral läbt sich
nicht vom Bereich der Familie trennen, als ob die Jugendlichen gleichsam eine
getrennte und unabhängige »soziale Schicht« bildeten. Sie mub das soziale
Bewubtsein der Jugendlichen stärken, und zwar insbesondere im Hinblick auf
deren eigene Familie, wobei sie ihre Werte auf die zukünftige Familie, die sie
einmal gründen werden, ausrichtet. Den Jugendlichen ist bei der Erkenntnis
ihrer Berufung durch den persönlichen Einsatz, insbesondere der Hirten, und den
Beistand der Gemeinde zu helfen. Dies mub allerdings noch vor der Verlobung
seinen Anfang nehmen. Wird die Berufung zur Ehe konkret, so wird sie in erster
Linie von der Gnade und darüber hinaus von einer angemessenen Vorbereitung
getragen. In der Jugendpastoral gilt es auch zu bedenken, dab die jungen
Menschen von heute aufgrund von Schwierigkeiten verschiedener Art, wie zum
Beispiel die »längere Jugendzeit« und der längere Aufenthalt in der Familie —
ein neues und besorgniserregendes Phänomen — die Eheschliebung oft unnötig
hinausschieben.
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