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| Päpstlicher Rat für die Familie Vorbereitung auf Sakrament der Ehe IntraText CT - Text |
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27. In dieser Zeit der Vorbereitung darf man eine sehr wichtige Tatsache nicht aus den Augen verlieren: dab den Jugendlichen geholfen werden mub, gegenüber ihrem Umfeld eine kritische Einstellung zu erwerben und den Mut eines Christen zu besitzen, der in der Welt zu leben vermag, ohne von der Welt zu sein. In diesem Sinn lesen wir in dem Brief an Diognet, einem erhabenen und ehrwürdigen Zeugnis aus frühchristlicher Zeit: »Die Christen nämlich sind weder durch ein Land, noch durch Sprache, noch durch Sitten von den übrigen Menschen verschieden. (...) [Trotzdem] legen sie anerkanntermaben eine wunderbare Beschaffenheit ihrer Lebensführung an den Tag. (...) Sie heiraten wie alle und bekommen Kinder, aber sie setzen die Neugeborenen nicht aus. Einen gemeinsamen Tisch stellen sie auf, aber nicht ein gemeinsames Bett. Sie leben im Fleisch, aber nicht nach dem Fleisch« (V, 1, 4, 6, 7). Die Ausbildung mub daher eine Mentalität und Persönlichkeit schaffen, die in der Lage ist, sich nicht von der Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe widersprechenden Auffassungen mitreiben zu lassen, sondern vielmehr den Strukturen der sogenannten sozialen Sünde entgegenzuwirken. Denn letztere »wirkt sich mehr oder weniger heftig und zum gröberen oder kleineren Schaden aus auf die gesamte kirchliche Gemeinschaft und auf die ganze menschliche Familie« (Reconciliatio et paenitenza, 16). Angesichts dieser Auswirkungen der Sünde und des groben sozialen Drucks mub ein kritisches Bewubtsein geschaffen und bestärkt werden.
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