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| Päpstlicher Rat für die Familie Vorbereitung auf Sakrament der Ehe IntraText CT - Text |
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35. Die Verlobten müssen unterrichtet werden über die natürlichen Anforderungen, die mit der interpersonalen Beziehung zwischen Mann und Frau im Plan Gottes über die Ehe und die Familie verbunden sind: das Wissen um die freie Zustimmung als Grundlage ihrer Verbindung, die Einheit und Unauflöslichkeit der Ehe, das rechte Verständnis von verantwortungsvoller Vater- und Mutterschaft, die menschlichen Gesichtspunkte der ehelichen Geschlechtlichkeit, den ehelichen Vollzug mit seinen Forderungen und Zielen, die richtige Kindererziehung. All dies ist auf die Erkenntnis der sittlichen Wahrheit und die persönliche Gewissensbildung hingeordnet. In der näheren Vorbereitung ist sicherlich dafür zu sorgen, dab die Verlobten die wesentlichen psychologischen, pädagogischen, rechtlichen und medizinischen Voraussetzungen für Ehe und Familie besitzen. Trotzdem mub die theologische und moralische Ausbildung eine besondere Vertiefung erfahren, insbesondere was die Ganzhingabe und die verantwortungsvolle Zeugung angeht. Denn die Liebe der Eheleute ist ganzheitliche, ausschliebliche, treue und fruchtbare Liebe (vgl. Humanae vitae, 9). Die wissenschaftliche Grundlage2 der natürlichen Methoden der Fruchtbarkeitsregelung ist heute weithin anerkannt. Ihre Kenntnis ist daher äuberst nützlich; wenn gerechte Gründe vorliegen, darf ihre Anwendung nicht blobe Verfahrenstechnik sein, sondern mub in die Pädagogik und den Reifungsprozeb der Liebe eingebettet werden (vgl. EV 97). Die Tugend der ehelichen Keuschheit der Gatten führt sie zur vorübergehenden Enthaltsamkeit (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2366-2371). Die Vorbereitung wird ebenfalls gewährleisten müssen, dab die christlichen Verlobten genaue Vorstellungen und ein aufrichtiges »sentire cum ecclesia« über die Ehe, die jeweiligen Rollen von Mann und Frau in Ehe, Familie und Gesellschaft und die Geschlechtlichkeit haben und gegenüber anderen aufgeschlossen sind.
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