50. In diesem dritten Jahr wird der Sinn des "Weges
zum Vater" alle dazu antreiben, in Anhänglichkeit an Christus, den
Erlöser der Menschen, einen Weg echter Umkehr zu beschreiten, der sowohl
einen "negativen" Aspekt der Befreiung vom Bösen beinhaltet, als
auch einen "positiven", den Aspekt der Wahl des Guten, die in der
Zustimmung zu den sittlichen Werten, wie sie von dem dem Menschen ins Herz
geschriebenen und vom Evangelium bestätigten Naturgesetz zum Ausdruck
gebracht wird. Das ist der geeignete Rahmen für die Wiederentdeckung und
intensive Feier des Bußsakramentes in seiner tiefsten Bedeutung. Der
Verkündigung der Umkehr als unumgängliches Erfordernis der
christlichen Liebe kommt besondere Bedeutung in der heutigen Gesellschaft zu,
wo selbst die Grundlagen einer sittlichen Auffassung von der menschlichen
Existenz oft abhandengekommen zu sein scheinen. Man wird daher, eingedenk der
zusammenfassenden Feststellung des ersten Johannesbriefes: "Gott ist die
Liebe" (4,8.16), die theologische Tugend der Liebe hervorheben
müssen. Die Liebe mit ihrem doppelten Gesicht als Liebe zu Gott und zu den
Schwestern und Brüdern ist die Synthese des sittlichen Lebens des Glaubenden.
Sie hat in Gott ihren Ursprung und ihre Vollendung.
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