20. Eine enorme
Fülle von Inhalten und ein neuer, bis dahin nicht gekannter Ton bei der
Vorlage dieser Inhalte auf dem Konzil stellen gleichsam eine Ankündigung
neuer Zeiten dar. Die Konzilsväter
haben in der Sprache des Evangeliums, in der Sprache der Bergpredigt und der
Seligpreisungen, gesprochen. In der Konzilsbotschaft wird Gott in seiner
absoluten Herrschaft über alle Dinge, aber auch als Garant der
authentischen Eigenständigkeit der irdischen Wirklichkeit dargestellt. Die
beste Vorbereitung auf die Jahreswende zweitausend wird nämlich nur in dem
erneuerten Einsatz für eine möglichst getreue Anwendung der Lehre des
II. Vatikanums auf das Leben jedes einzelnen und der ganzen Kirche Ausdruck
finden können. Mit dem Konzil ist gleichsam die unmittelbare Vorbereitung
auf das Große Jubeljahr 2000 im weitesten Sinne des Wortes eröffnet
worden. Wenn wir nach einer Entsprechung in der Liturgie suchen, könnten
wir sagen, die jährliche Liturgie des Advent ist die Zeit, die dem Geist
des Konzils am nächsten kommt. Der Advent bereitet uns auf die Begegnung
mit dem vor, der war, der ist und der ständig kommt (vgl. Offb 4,8).
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