21. Zum Weg der Vorbereitung auf die Begegnung des Jahres
2000 gehört die Reihe von Synoden, die nach dem II. Vatikanischen Konzil
ihren Anfang nahm: Generalsynoden und Kontinental-, Regional-, National- und
Diözesansynoden. Das Grundthema ist die Evangelisierung, ja die
Neuevangelisierung, für das von dem 1975 nach der Dritten Generalversammlung
der Bischofssynode veröffentlichten Apostolischen Schreiben Evangelii
nuntiandi Pauls VI. die Grundlagen gelegt wurden. Diese Synoden gehören
schon an und für sich zur Neuevangelisierung: sie entstehen aus der
konziliaren Auffassung der Kirche, sie öffnen der Teilnahme der Laien,
deren spezifische Verantwortung in der Kirche sie festlegen, einen breiten
Raum, sie sind Ausdruck der Kraft, die Christus dem ganzen Volk Gottes
geschenkt hat, als er es an seiner messianischen Sendung, also an seiner
Sendung als Prophet, Priester und König, beteiligte. Sehr ausdrucksvoll
sind diesbezüglich die Aussagen des zweiten Kapitels der dogmatischen
Konstitution Lumen Gentium. Die Vorbereitung auf das Jubiläumsjahr 2000
erfolgt auf universaler und lokaler Ebene, in der ganzen Kirche, die von einem
neuen Bewußtsein des von Christus empfangenen Heilsauftrags beseelt wird.
Besonders deutlich offenbart sich dieses Bewußtsein in den nachsynodalen
Apostolischen Schreiben, die der Sendung der Laien, der Priesterausbildung, der
Katechese, der Familie, der Bedeutung von Buße und Versöhnung im
Leben der Kirche und der Menschheit und demnächst dem gottgeweihten Leben
gewidmet sind.
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