31. Die erste Phase wird also vor-vorbereitenden
Charakter haben: Sie soll dazu dienen, im christlichen Volk das Bewußtsein
für den Wert und die Bedeutung wiederzubeleben, die das Jubeljahr 2000 in
der menschlichen Geschichte hat. Während es mit der Erinnerung an die
Geburt Christi einhergeht, ist es innerlich von einer christologischen
Prägung gekennzeichnet. Entsprechend der Gliederung des christlichen
Glaubens in Wort und Sakrament scheint es wichtig, auch bei diesem
einzigartigen Jubiläum die Struktur der Erinnerung mit jener der Feier
dadurch zu verbinden, daß man sich nicht darauf beschränkt, des Ereignisses
nur begriffsmäßig zu gedenken, sondern durch die sakramentale
Aktualisierung auf seinen Heilswert hinweist. Das Jubiläumsgedenken soll
in den heutigen Christen den Glauben an Gott, der sich in Christus geoffenbart
hat, festigen, ihre auf die Erwartung des ewigen Lebens ausgerichtete Hoffnung
stärken, ihre im Dienst an den Brüdern tätig engagierte Liebe
wiederbeleben. Im Laufe der ersten Phase (von 1994 bis 1996) wird es der
Heilige Stuhl, auch dank der Schaffung eines eigenen Komitees, nicht versäumen,
einige Denk- und Handlungslinien auf universaler Ebene zu empfehlen,
während von ähnlichen Kommissionen in den Ortskirchen ein
entsprechendes Engagement der Sensibilisierung, wenn auch engmaschiger,
entfaltet werden soll. Es geht gewissermaßen darum, das weiterzuführen,
was in der zurückliegenden Vorbereitung verwirklicht worden ist, und
gleichzeitig die kennzeichnendsten Aspekte des Jubiläumsereignisses zu
vertiefen.
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