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SCHLUSS
27. »Das Bewußtsein
der gegenwärtigen Stunde der Geschichte und unserer Verantwortung
verlangt, den jungen Ordensleuten eine angemessene und möglichst
umfassende Ausbildung zu vermitteln, in dynamischer Treue zu Christus und zur
Kirche, zum Charisma der Gründer und zu unserer Zeit«. (119)
Das Dikasterium für die Institute des
geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens wollte durch
die Bereitstellung der im vorliegenden Dokument formulierten Kriterien und
Leitlinien jene weitreichende und vielgestaltige Erfahrung im Bereich der
zwischen-institutlichen Zusammenarbeit bekräftigen, ordnen und
fördern, die mit dem II. Vatikanischen Konzil herangereift ist und sich in
den vergangenen Jahren entwickelt hat.
Die zwischen-institutliche Zusammenarbeit,
die die gegenseitige Teilhabe an den charismatischen Gaben fördert, die
Unterschiede respektiert und sich in deren Dienst stellt, ist eine konkrete
Antwort auf die Anrufe der Kirche, um den Ordensleuten dabei zu helfen, sich
durch die Verwirklichung der Einheit des eigenen Lebens in Christus durch den
heiligen Geist zu bilden. (120) Die Gottgeweihten sind nämlich
dazu gerufen, sich in die heutige Welt einzubringen, um ihr ein gültiges
Zeugnis menschlicher und christlicher Vollreife zu geben, gemäß der
Lebensform, die der Herr Jesus gewählt hat, die Maria, die Mutter und
Jungfrau, annahm (121) und die Er selbst seinen Jüngern empfahl. (122)
Die Ordensmänner und Ordensfrauen
erfüllen so ihre Sendung, als Christen dazu berufen zu sein, »lebende
Erinnerung der Lebens- und Handlungsweise Jesu« (123) zu sein und »von
Gott dazu angespornt, Pioniere auf den Wegen der Mission und auf den Pfaden des
Geistes zu sein«. (124) Mit dem neuen Feuer ihres Lebens und ihres
Wortes, mit den neuen Methoden und Ausdrucksweisen ihres Wirkens, werden sie
getreue und mutige Mitarbeiter sein für die Sache Gottes, Hoffnungszeichen
im »Dienst am Menschen, dem sie die Liebe Gottes kundtun, der sich in Christus
geoffenbart hat«. (125)
Am 31. Oktober 1998 hat der hl. Vater
vorliegendes Dokument der Kongregation für die Institute des geweihten
Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens gutgeheißen und
dessen Veröffentlichung autorisiert.
Rom, am 8. Dezember 1998, dem Hochfest
der ohne Erbschuld empfangenen, allerseligsten Jungfrau Maria.
Eduardo Card. Martínez Somalo
Präfekt
+ Piergiorgio Silvano Nesti
Sekretär
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