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Päpstliches Werk für geistliche Berufe
Neue Berufungen für neues Europa

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  • DRITTER TEIL PASTORAL DER GEISTLICHEN BERUFE »... Jeder hörte sie in seiner Sprache reden« (Apg 2,6)
    • Von den Berufungswegen zu den christlichen Gemeinschaften
      • a) Die Pfarrgemeinde
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Von den Berufungswegen zu den christlichen Gemeinschaften

a) Die Pfarrgemeinde

29. Der Europäische Kongreb hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Berufungspastoral in das Leben der christlichen Pfarrgemeinden hineinzutragen, dorthin, wo die Menschen leben und wo besonders die Jugend mehr oder weniger stark in eine Glaubenserfahrung einbezogen ist. Es geht darum, die Berufungspastoral ausgehend vom Kreis der Mitarbeiter bis zu den Randbereichen der Ortskirche vordringen zu lassen.

Zugleich ist es bereits Zeit, die in vielen Kirchen Europas noch andauernde Experimentierphase zu überwinden, um zu wirklich pastoralen Wegen zu finden, die ins Geflecht der christlichen Gemeinde eingebunden sind, und all das aufzuwerten, was im Blick auf die geistlichen Berufe bereits überdeutlich ist.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das Kirchenjahr, das eine ständige Glaubensschule ist, in der jeder Gläubige mit Hilfe des Heiligen Geistes gerufen ist, nach dem Bilde Jesu zu wachsen. Vom Advent, der Zeit der Hoffnung, bis Pfingsten und bis zur gewöhnlichen Zeit im Kirchenjahr feiert und entwirft der zyklisch wiederkehrende Weg des Kirchenjahres ein Bild vom Menschen, das sich am Geheimnis Jesu mibt, dem »Erstgeborenen von vielen Brüdern« (Röm 8,29).

Die Anthropologie, die das Kirchenjahr erkennen läbt, ist ein echter Berufungsentwurf, der jeden Christen anregt, immer mehr auf den Anruf zu antworten, um eine klare und persönliche Sendung in der Geschichte wahrzunehmen. Hier beginnt die Aufmerksamkeit für die alltäglichen Wege, auf die jede christliche Gemeinschaft verwiesen ist. Die pastorale Weisheit verlangt auberdem besonders von den Hirten, den Leitern der christlichen Gemeinden, eine gewissenhafte Sorge und ein aufmerksames Urteil, um den liturgischen Zeichen und dem Glaubenserlebnis Sprache zu verleihen; denn von der Gegenwart Christi im Alltag des Menschen aus ergehen die Appelle des Geistes zur Berufung.

Nicht vergessen sei, dab der Hirte, besonders der Priester als Verantwortlicher für eine christliche Gemeinde, auch der »unmittelbare Gärtner« aller Berufungen ist.

Tatsächlich ist nicht überall in den Pfarrgemeinden ein volles Bewubtsein hinsichtlich der Verantwortung für der Pflege der Berufe zu finden; während doch gerade die »Pastoralräte auf pfarrlicher und diözesaner Ebene, in Verbindung mit den nationalen Zentren geistliche Berufe, ... in allen Gemeinschaften und in allen Bereichen der ordentlichen Pastoral die kompetenten Organe dafür sind«.(87)

Deshalb ist die Initiative jener Pfarreien zu ermutigen, die in ihrer Mitte Gruppen zur Förderung der Berufe und der verschiedenen Aktivitäten errichtet haben, »um ein Problem zu lösen, das seinen Ort im Herzen der Kirche hat«(88) (Gebetsgruppen, Tage und Wochen der geistlichen Berufe, Katechesen, Zeugnisse und alles, was dazu beitragen kann, die Sensibilität für die Berufungen zu verstärken).(89)




87) Propositiones, 10.



88) Pastores dabo vobis, 41.



89) Vgl. die guten Hinweise im Documento Conclusivo des II. Internationalen Kongresses von 1981; DC, 40.






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