Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek
Päpstliches Werk für geistliche Berufe
Neue Berufungen für neues Europa

IntraText CT - Text

  • DRITTER TEIL PASTORAL DER GEISTLICHEN BERUFE »... Jeder hörte sie in seiner Sprache reden« (Apg 2,6)
    • Von den Berufungswegen zu den christlichen Gemeinschaften
      • d) Erziehergestalten
zurück - vor

Hier klicken um die Links zu den Konkordanzen auszublenden

d) Erziehergestalten

Im gegenwärtigen Augenblick ist mit besonderer Eindringlichkeit eine weitere pastoralpädagogische Aufmerksamkeit gefordert: die Heranbildung von wirklichen Erziehergestalten.

Die Schwäche und Problematik der pädagogischen Orte des Glaubens, die von der Kultur des Individualismus, der spontanen Gruppenzusammenschlüsse und der Krise der Institutionen auf eine harte Probe gestellt werden, hat sich überall ein wenig herumgesprochen.

Andererseits wird besonders bei den Jugendlichen das Bedürfnis nach Dialog und nach Bezugspunkten spürbar. Dafür gibt es viele Anzeichen. Es besteht Bedarf an Meistern des geistlichen Lebens, an zeichenhaften Gestalten, die fähig sind, das Geheimnis Gottes spürbar zu machen und die zum Zuhören bereit sind, um den Betroffenen zu einem ehrlichen Dialog mit dem Herrn zu verhelfen.

Starke geistliche Persönlichkeiten sind nicht nur einige besonders charismatisch begabte Personen, sondern sie sind das Ergebnis einer Erziehung, die auf den absoluten Primat des Heiligen Geistes besonders aufmerksam war.

In der Sorge um die Erziehergestalten unserer Gemeinschaften ist ein Doppeltes festzuhalten: einerseits geht es darum, das berufsbezogene, erzieherische Bewubtsein in all jenen Personen ans Licht zu bringen und wachzuhalten, die in der Gemeinde bereits zur Arbeit mit der Jugend berufen sind (Priester, Ordensleute, Laien).

Andererseits ist der erzieherische Dienste der Frau zu ermutigen und zu bilden, damit sie besonders an der Seite der Jugend eine Bezugsperson und eine weise Führerin sein kann. Tatsächlich ist die Frau in der christlichen Gemeinde stark präsent, und die intuitiven Fähigkeiten des »weiblichen Genius« sowie die breitgefächerte Erfahrung der Frau auf erzieherischem Gebiet (Familie, Schule, Gruppe, Gemeinschaft) sind allgemein anerkannt.

Der Beitrag der Frau ist hoch einzustufen, wenn nicht gar entscheidend, besonders im Bereich der Welt der weiblichen Jugend, die nicht der Welt der männlichen Jugend einfach gleichzusetzen ist. Dieser Gesichtspunkt bedarf aufmerksamer und spezifischer Überlegungen, vor allem im Bereich der Berufung.

Vielleicht ist auch dies Teil jener Wende, die die Berufungspastoral kennzeichnet. Während in der Vergangenheit auch die weiblichen Berufe von groben Gestalten geistlicher Väter ausgingen, die echte Führer von Einzelnen und Gemeinschaften waren, so bedürfen heute die weiblichen Berufe einer Beziehung zu weiblichen, persönlichen oder gemeinschaftlichen Gestalten, die fähig sind, dem Angebot von Formen und Werten Gesicht zu verleihen.




zurück - vor

Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by EuloTech SRL - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License