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Berufungskrise und Erziehungskrise
30. Oftmals sind in unseren Kirchen die
Ziele und die grundlegenden Mabnahmen klar, doch die konkreten Schritte, um in
unseren Jugendlichen die Bereitschaft für eine Berufung wachsen zu lassen,
bleiben unklar. Dies kommt daher, dab innerhalb und auberhalb der Kirche
gewisse pädagogische Einrichtungen recht schwach erscheinen; diese sollten
ja neben der Festlegung des angestrebten Zieles auch die pädagogischen
Wege dorthin bereitstellen. Mit dem ihm eigenen Realismus sagt das instrumentum
laboris: »Wir müssen tatsächlich die Schwäche so vieler
pädagogischer Orte feststellen (Gruppe, Gemeinschaft, Oratorium, Schule
und besonders die Familie)«.(95) Die Krise der Berufe ist sicherlich
auch eine Krise des pädagogischen Angebots und des erzieherischen Weges.
Ausgehend vom Wort Gottes wollen wir also
diesen Einklang von Ziel und Methode aufzeigen, in der Überzeugung, dab
eine gute Theologie sich gewöhnlich auch in die Praxis umsetzen läbt,
so dab sie Pädagogik wird, Wege erkennen läbt, verbunden mit dem
ernsten Willen, den verschiedenen Arbeitern in der Pastoral eine Hilfe
anzubieten und ein Instrument, das allen nützen kann.
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