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Säen
33. »Ein Sämann ging aufs Feld um zu
säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die
Vögel kamen und fraben sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo
es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie
keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen
wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schlieblich fiel auf guten
Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils
dreibigfach« (Mt 13,3-8).
Dieser Abschnitt zeigt uns gewissermaben den
ersten Schritt eines pädagogischen Weges, das erste Verhalten dessen, der
sich als Vermittler zwischen Gott, der ruft, und den Menschen, der gerufen ist,
stellt und der sich notwendigerweise nach dem Tun Gottes ausrichtet. Gott Vater
ist der Sämann; Kirche und Welt sind der Ort, wohin er unablässig den
Samen ausstreut, in völliger Freiheit und ohne irgendwelche Ausnahme, in
einer Freiheit, die die Freiheit des Geländes respektiert, auf das der
Same fällt.
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