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Päpstliches Werk für geistliche Berufe
Neue Berufungen für neues Europa

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  • VIERTER TEIL PÄDAGOGIK DER BERUFUNG »Brannte uns nicht das Herz in der Brust?...« (Lk 24,32)
    • Säen
      • a) Zwei Freiheiten im Dialog
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a) Zwei Freiheiten im Dialog

Das Gleichnis vom Sämann zeigt, daß die christliche Berufung ein Dialog zwischen Gott und der menschlichen Person ist. Der wichtigste Sprecher ist Gott, der ruft, wen er will, wann er will und auf welche Weise er will, »aus eigenem Entschlub und aus Gnade« (2 Tim 1,9); der alle zum Heil beruft, ohne sich von der Bereitschaft des Empfangenden abhängig zu machen. Aber die Freiheit Gottes begegnet der Freiheit des Menschen in einem geheimnisvollen und faszinierenden Dialog aus Worten und Schweigen, aus Mitteilung und Tun, aus Blicken und Gesten; eine Freiheit, die vollkommen ist, die Freiheit Gottes, und die andere Freiheit, die unvollkommen ist, die menschliche Freiheit. Die Berufung ist also völlig ein Handeln Gottes, aber sie ist auch ein wirkliches Tun des Menschen: Arbeit und Eindringen Gottes ins Herz der menschlichen Freiheit, aber auch Mühsal und Kampf des Menschen, um frei zu sein, dieses Geschenk anzunehmen.

Wer einen Bruder auf dem Weg der Berufsklärung begleitet, tritt in das Geheimnis der Freiheit ein und weib, dab er nur dann helfen kann, wenn er dieses Geheimnis achtet; auch wenn dies, wenigstens dem Schein nach, ein geringeres Ergebnis beinhalten sollte, genau wie beim Sämann im Evangelium.




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