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a) Jesus erkennen
Der entscheidende Augenblick der
Emmausgeschichte ist sicher jener, in welchem Jesus das Brot nimmt, es bricht
und jedem von ihnen davon reicht: »Da gingen ihnen die Augen auf, und sie
erkannten ihn«. Es findet sich hier eine Reihe von »Erkenntnissen«, die
miteinander zusammenhängen.
Vor allem erkennen die beiden Jesus, sie entdecken die wahre Identität des
Wegbegleiters, der sich ihnen angeschlossen hatte, und zwar genau durch jene
Geste, die nur Er tun konnte, wie beide sehr wohl wubten.
In Bezug auf die Berufung zeigt uns dies,
wie wichtig es ist, starke Zeichen zu setzen und unverkennbare Signale, hohe
Ziele abzustecken und Projekte einer vorbehaltlosen Nachfolge vorzulegen. (102)
Der Jugendliche mub durch hohe Ideale zu
einem Ziel angeregt werden, das ihn und seine Fähigkeiten übersteigt,
für das sich die Mühe lohnt, sein Leben einzusetzen. Daran erinnert
auch die psychologische Analyse: von einem Jugendlichen etwas zu verlangen, das
unter seinen Kräften ist, bedeutet, seine Würde zu verletzen und
seine volle Verwirklichung zu behindern; positiv ausgedrückt besagt dies:
einem Jugendlichen ist das Höchste dessen anzubieten, was er geben kann,
damit er er selbst sein und werden kann.
Und wenn Christus beim »Brotbrechen« erkannt
wird, dann mübte die eucharistische Dimension jedem Berufsweg zu Grunde
liegen als typischer »Ort« der Berufsweckung, als Geheimnis, das den
allgemeinen Sinn des Lebens ausdrückt, als letztes Ziel jeder christlichen
Berufspastoral.
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