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Der
Europäische Kongreß über die Berufungen
2. Wir sind vom 5.-10. Mai 1997 in Rom zum
Kongreß über die Berufungen zum Priestertum und Ordensleben in
Europa(1) zusammengekommen und haben die Arbeiten des Kongresses
selbst, vor allem aber die Sorge der Kirche Europas in dieser schwierigen und
doch großartigen Zeit in die Hände des Herrn der Ernte gelegt,
zusammen mit unserer Dankbarkeit gegenüber Gott, der die Quelle jeden
Trostes und Urheber jeder Berufung ist.
In Rom versammelt, haben wir all jene, die
Gott heute noch rufen will, Maria anbefohlen, die das geglückte Abbild des
vom Schöpfer gerufenen Geschöpfes darstellt. Den Heiligen Petrus und
Paulus und allen heiligen Märtyrern dieser und jeder anderen Stadt und
europäischen Kirche in Vergangenheit und Gegenwart vertrauen wir nun
dieses Dokument an. Möge es ihm gelingen, jenen Reichtum zum Ausdruck zu
bringen und zu vermitteln, der uns während der Tage unseres Beisammenseins
in Rom geschenkt wurde, so wie einst die Märtyrer und Heiligen Zeugnis
gaben von der Liebe des ewigen Vaters.
Der Kongreß war wirklich ein
gnadenreiches Ereignis: der geschwisterliche Austausch, das Eindringen in die
Lehre der Kirche, die Begegnung mit so verschiedenen Charismen, der Austausch
der verschiedenen Erfahrungen und gegenwärtigen Mühen in den Kirchen
des Ostens und Westens haben alle und jeden einzelnen bereichert. Sie haben in
jedem Teilnehmer den Willen bestärkt, mit ganzem Einsatz und mit
Leidenschaft im Bereich der geistlichen Berufe weiterzuarbeiten, trotz der
spärlichen Ergebnisse in einigen Kirchen des alten Kontinents.
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