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Päpstliches Werk für geistliche Berufe
Neue Berufungen für neues Europa

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  • ZWEITER TEIL THEOLOGIE DER BERUFUNG »Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist ...« (1 Kor 12,4)
    • Der Vater ruft ins Leben
      • a) »... nach seinem Ebenbild«
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a) »... nach seinem Ebenbild«

Im »schöpferischen Anruf« erscheint der Mensch sofort in seiner ganzen Bedeutung und Würde als ein zu einer Beziehung mit Gott Gerufener, um vor Gott zu stehen, zusammen mit den anderen, in der Welt, mit einem Antlitz, das denselben göttlichen Funken widerspiegelt: »Labt uns Menschen machen als unser Abbild« (Gen 1,26). Diese dreifache Beziehung gehört zum ursprünglichen Plan, denn der Vater hat uns »in Ihm — in Christuserwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott« (Eph 1.4).

Den Vater erkennen bedeutet, dab wir auf seine Weise existieren, da er uns nach Seinem Ebenbild erschaffen hat (Weish 2,23). Hierin liegt also die ursprüngliche Berufung des Menschen: die Berufung ins Leben und zu einem Leben, das sofort als Abbild des göttlichen Lebens begriffen wird. Wenn der Vater der ewige Quellgrund ist, die völlige Gratuität, der ewige Quell des Seins und der Liebe, dann ist der Mensch gerufen, auf die kleine und begrenzte Weise seiner Existenz so zu sein wie Er, und deshalb auch sein »Leben hinzugeben«, das Leben eines anderen auf sich zu nehmen.

Der Schöpfungsakt des Vaters ist dann das, was das Bewubtsein vom Leben hervorruft als eine Übergabe an die Freiheit des Menschen, der gerufen ist, eine ganz persönliche und originelle, verantwortliche und dankerfüllte Antwort zu geben.




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