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Päpstliches Werk für geistliche Berufe
Neue Berufungen für neues Europa

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  • ZWEITER TEIL THEOLOGIE DER BERUFUNG »Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist ...« (1 Kor 12,4)
    • Der Sohn ruft zur Nachfolge
      • d) Die Berufe im Dienste der Berufung der Kirche
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d) Die Berufe im Dienste der Berufung der Kirche

Dieses Ziel erfolgreich anzustreben bedeutet, dem verborgenen Wirken des Geistes in einige bestimmte Richtungen zu folgen, die das Geheimnis einer lebendigen Kirche des Dritten Jahrtausends vorbereiten und darstellen.

Dem Heiligen Geist wird vor allem die ewige Hauptrolle der communio zugeschrieben, die im Bild der christlichen Gemeinschaft aufscheint und durch die Vielfalt der Gaben und Dienste(37) sichtbar wird. Es geschieht tatsächlich im Geist, wenn jeder Christ seine absolute Originalität erkennt, die Einmaligkeit seiner Berufung, und damit auch sein naturgegebenes und unauslöschliches Streben nach Einheit. Es geschieht im Geist, wenn die Berufungen in der Kirche so vielgestaltig und gleichzeitig doch nur eine und dieselbe Berufung zur Einheit in der Liebe und im Zeugnis sind. Es ist das Wirken des Geistes, das die Buntheit der Berufungen im Bau der Kirche ermöglicht: die Berufungen in der Kirche sind in ihrer Verschiedenheit notwendig, um die Berufung der Kirche zu erfüllen; die Berufung der Kirche dagegen ist jene, für die Kirche und in der Kirche wirksam Berufungen möglich zu machen. All die vielen verschiedenen Berufungen führen also zum Zeugnis der Agape hin, zur Verkündigung Christi als des einzigen Heilands der Welt.

Die Originalität der christlichen Berufung besteht gerade darin: die Reife der Person an die Verwirklichung der Gemeinschaft zu binden; das will besagen, die Logik der Liebe über die der Privatinteressen und die Logik des Teilens über die der narzistischen Anhäufung von Talenten siegen zu lassen (vgl. 1 Kor 1,12-14).

Die Heiligkeit wird so zur wahren Offenbarung des Geistes in der Geschichte. Wenn jede Person der Dreifaltigkeit ihr eigenes Antlitz trägt, und wenn es zutrifft, dab das Antlitz des Vaters und des Sohnes uns ziemlich vertraut ist, da Jesus, indem er Mensch wurde wie wir, das Antlitz des Vaters enthüllt hat, dann werden die Heiligen zum beredtesten Abbild des Geheimnisses des Geistes. Ebenso verbirgt und offenbart jeder Glaubende, der dem Evangelium treu ist, in der eigenen persönlichen Berufung und in der allgemeinen Berufung zur Heiligkeit, das Antlitz des Heiligen Geistes.




37) Vgl. Propositiones, 16.






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