Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek
Päpstliches Werk für geistliche Berufe
Neue Berufungen für neues Europa

IntraText CT - Text

  • ZWEITER TEIL THEOLOGIE DER BERUFUNG »Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist ...« (1 Kor 12,4)
    • Der Sohn ruft zur Nachfolge
      • e) Das »Ja« zum Geist in der Firmung
zurück - vor

Hier klicken um die Links zu den Konkordanzen anzuzeigen

e) Das »Ja« zum Geist in der Firmung

Das Sakrament der Firmung ist der Augenblick, der am deutlichsten die Gabe und die Begegnung mit dem Heiligen Geist ausdrückt.

Vor dem Angesicht Gottes und dessen Liebestat (»Empfange den heiligen Geist...«),(38) aber auch vor dem eigenen Gewissen und vor der christlichen Gemeinde antwortet der Firmling: »Amen«. Es ist wichtig, auf erzieherischer und katechetischer Ebene den herausfordernden Sinn dieses »Amen«(39) wieder zu entdecken.

Dieses »Amen« will vor allem ein »Ja« zum Heiligen Geist sein, und mit ihm zu Jesus. Darum auch sieht die Spendung der Firmung die Erneuerung des Taufversprechens vor und verlangt vom Firmling, der Sünde und den Werken des immer zur Entstellung des christlichen Antlitzes bereiten Bösen zu widersagen; und sie verlangt vor allem die Verpflichtung, das Evangelium Jesu zu leben, besonders das grobe Gebot der Liebe. Es geht darum, die Berufungstreue zur eigenen Identität als Kinder Gottes zu leben.

Das »Amen« ist ein »Ja« auch zur Kirche. In der Firmung erklärt der Jugendliche, die Sendung Jesu zu übernehmen, die sich in der Gemeinschaft fortsetzt. Er verpflichtet sich so in zwei Richtungen, um seinem »Amen« konkrete Gestalt zu geben: zum Zeugnis und zur Sendung. Der Gefirmte weib, dab der Glaube ein Talent ist, mit dem es zu wuchern gilt; dab er eine Botschaft ist, die durch das Leben und durch das schlüssige Zeugnis seines ganzen Seins anderen zu übermitteln ist und auch durch das Wort, durch einen missionarischen Mut zur Ausbreitung der frohen Botschaft.

Schließlich drückt dieses »Amen« ein Fügsamkeit gegenüber dem Heiligen Geist im Planen und Gestalten der Zukunft gemäb den Absichten Gottes aus, nicht nur nach den eigenen Erwartungen und Einstellungen, nicht nur in den Räumen, die die Welt bereitstellt, sondern vor allem in Übereinstimmung mit dem stets neuen und unvorhersehbaren Plan, den Gott für jeden einzelnen hat.




38) Ritus der Firmung.



39) Vgl. Propositiones, 35.






zurück - vor

Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by EuloTech SRL - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License