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Päpstliches Werk für geistliche Berufe
Neue Berufungen für neues Europa

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  • DRITTER TEIL PASTORAL DER GEISTLICHEN BERUFE »... Jeder hörte sie in seiner Sprache reden« (Apg 2,6)
    • Allgemeine Prinzipien der Berufungspastoral
      • c) Die Berufungspastoral geschieht stufenweise und ganzheitlich
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c) Die Berufungspastoral geschieht stufenweise und ganzheitlich

Wir haben indirekt bereits gesehen, dab sich im Verlauf eines Menschenlebens vielerlei Formen von Anrufen ereignen: vor allem zum Leben, dann zur Liebe, zur Verantwortlichkeit für die Gaben, zum Glauben, zur Nachfolge Jesu, zum besonderen Zeugnis des eigenen Glaubens, zur Vateroder Mutterschaft, zu einem besonderen Dienst für die Kirche oder für die Gesellschaft.

Wer sich in erster Linie jenen reichen, vielfältigen Schatz menschlicher und christlicher Werte und Sinngehalte vor Augen hält, in denen der Sinn für die Berufung des Lebens und der Menschen gründet, der animiert bereits für eine Berufung. Diese Werte machen es möglich, das Leben selbst für die vielfachen Möglichkeiten einer Berufung zu öffnen, die dann in die eine, persönliche und endgültige Berufung einmünden.

Mit anderen Worten: für eine korrekte Berufspastoral ist es unerläblich, eine gewisse Stufung zu beachten und ausgehend von den fundamentalen und universalen Werten (das höchste Gut des Lebens) und von jenen Wahrheiten, die für alle gleich sind (das Leben ist ein empfangenes Gut und will von Natur aus ein Gut sein, das weitergeschenkt wird), zu einer zunehmend persönlicheren und konkreteren, gläubigen und geoffenbarten Klärung der Berufung zu gelangen.

Auf der rein pädagogischen Ebene ist es zunächst wichtig, zum Sinn des Lebens und zur Dankbarkeit dafür zu erziehen, um dann jenes grundlegende Bewubtsein der Verantwortung gegenüber der Existenz zu vermitteln. Dieses verlangt von sich heraus nach einer konsequenten Antwort seitens des einzelnen im Sinne der selbstlosen Hingabe. Von hier aus gelangt man zur Transzendenz Gottes, des Schöpfers und Vaters.

Nur an dieser Stelle ist eine so starke und radikale Einladung (die christliche Berufung hat immer so zu sein) möglich und überzeugend, wie die Hingabe an Gott in einem priesterlichen oder geweihten Leben sie darstellt.




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