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Päpstliches Werk für geistliche Berufe
Neue Berufungen für neues Europa

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  • DRITTER TEIL PASTORAL DER GEISTLICHEN BERUFE »... Jeder hörte sie in seiner Sprache reden« (Apg 2,6)
    • Wege der Berufungspastoral
      • c) Der Dienst der Liebe
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c) Der Dienst der Liebe

Dieser Dienst ist eine der kennzeichnendsten Funktionen der kirchlichen Gemeinschaft. Er besteht im Erleben der Erfahrung der Freiheit in Christus, in jenem höchstem Gipfel, den das Dienen bedeutet. »Wer bei euch grob sein will, der soll euer Diener sein« (Mt 20,26), »wer der Erste sein will, der soll der Diener aller sein« (Mk 9,35). In der Urkirche scheint diese Lehre rasch verstanden worden zu sein, da der Dienst als eines ihrer strukturellen Elemente erscheint, bis zum Punkt, dab Diakone bestellt werden, speziell für »den Dienst an den Tischen«.

Gerade weil der Gläubige durch die Gnade die Erfahrung der Freiheit in Christus erlebt, ist er gerufen, für die Menschen Zeuge der Freiheit und Akteur der Befreiung zu sein, von jener Befreiung, die sich nicht durch Gewalt und Herrschaft erreichen läbt, sondern durch Vergebung und Liebe, durch die Hingabe seiner selbst und seines Dienstes, ganz nach dem Beispiel des dienenden Christus. Es ist der Dienst der Liebe, deren Ausdrucksmöglichkeiten keine Grenzen kennen.

Er ist im Werdegang einer Berufung vielleicht der Königsweg, um die eigene Berufung zu erkennen, da die Erfahrung des Dienstes, besonders wo er gut vorbereitet, begleitet und in seinem tiefsten Sinn erfabt ist, Ausdruck grober Menschlichkeit ist, die zum besseren Verständnis seiner selbst, der Würde des anderen und der Schönheit des Dienstes für andere beiträgt.

Ein echter Diener der Kirche ist jener, der gelernt hat, es als eine Auszeichnung zu verstehen, den ärmsten Brüdern die Fübe zu waschen, und jener, der die Freiheit errungen hat, seine Zeit den Bedürfnissen der anderen zu opfern. Die Erfahrung des Dienstes ist eine Erfahrung grober Freiheit in Christus.

Wer dem Bruder dient, der begegnet auf unsichtbare Weise Gott und tritt in eine besondere Übereinstimmung mit ihm ein. Es wird ihm nicht schwer fallen, Gottes Pläne mit ihm zu erkennen, und er wird sich besonders angezogen fühlen, diesen zu entsprechen. Dies wird auf alle Fälle eine Berufung zum Dienst für die Kirche und für die Welt sein.

So war es in den vergangenen Jahrzehnten mit vielen Berufen. Die Animation der Berufe seit dem Konzil ist schrittweise von einer »Pastoral der Werbung« zur »Pastoral des Dienstes« übergegangen, vor allem des Dienstes an den Ärmsten und Schwächsten.

Zahlreiche Jugendliche haben wirklich Gott und sich selbst, ihre Lebensaufgabe und die wahre Freude gefunden, indem sie ihren Brüdern Zeit und Aufmerksamkeit widmeten und schlieblich sich auch entschieden, diesen nicht nur einen Teil ihres Lebens, sondern ihre ganze Existenz zu opfern. Die christliche Berufung ist tatsächlich eine Berufung für die anderen.




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