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| Päpstliches Werk für geistliche Berufe Neue Berufungen für neues Europa IntraText CT - Text |
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a) Berufung und Berufungen Wie die Heiligkeit Ziel aller in Christus Getauften ist, so hat jedes Leben seine eigene, besondere Berufung; und wie erstere in der Taufe gründet, so ist die zweite mit der bloßen Tatsache seines Daseins verbunden. Die Berufung ist der vorhersehende Gedanke des Schöpfers über das jeweilige Geschöpf, sie ist sein Idealplan, ist wie ein Traum, der Gott am Herzen liegt, weil ihm das Geschöpf am Herzen liegt. Gott, der Vater, will diesen Plan unterschiedlich und spezifisch für jedes Leben. Der Mensch ist nämlich ins Leben »gerufen«, und wenn er ins Leben eintritt, trägt und findet er in sich das Abbild dessen, der ihn gerufen hat. Die Berufung ist die Einladung Gottes, sich entsprechend diesem Bild zu verwirklichen, und sie ist einzig, einmalig und unwiederholbar, weil dieses Bild unerschöpflich ist. Jedes Geschöpf ist berufen, diese Botschaft und einen besonderen Aspekt des Gedankens Gottes zum Ausdruck zu bringen. In ihm findet es seinen Namen und seine Identität; es behauptet und sichert seine Freiheit und Originalität. Wenn also jedem Menschen von Geburt an seine eigene Berufung zukommt, dann gibt es in der Kirche und in der Welt verschiedene Berufungen, die, während sie einerseits auf theologischer Ebene die dem Menschen eingeprägte Ebenbildlichkeit mit Gott zum Ausdruck bringen, andererseits auf der pastoralen Ebene auf die verschiedenen Bedürfnisse der neuen Evangelisierung antworten und die Dynamik und Gemeinschaft der Kirche bereichern: »Die Teilkirche ist wie ein blühender Garten mit einer Vielfalt von Gaben und Charismen, Bewegungen und Dienstämtern. Daher die Wichtigkeit des Zeugnisses ihrer gegenseitigen Verbundenheit, unter Absage an alles »Konkurrenzdenken«.(15) Mehr noch. Auf dem Kongreßwurde ausdrücklich festgestellt: »Wir brauchen eine Öffnung auf neue Charismen und Dienstämter hin, die sich wohl von den bisher gewohnten unterscheiden mögen. Die Aufwertung der Stellung der Laien ist ein Zeichen der Zeit, das erst noch voll zu entdecken ist. In zunehmendem Maße erweist sich ihre Fruchtbarkeit«.(16)
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15) Propositiones, 16. 16) Propositiones, 19. |
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