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Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens
Richtlinien für Ausbildung in Ordensinstituten

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  • DRITTES KAPITEL DIE STUFEN DER ORDENSAUSBILDUNG
    • C) DIE AUSBILDUNG DER ZEITLICHEN PROFESSEN
      • 61
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61. Die folgenden Vorschläge für die Studienordnung sollen als Hinweise dienen; sie streben zweifellos hohe Ziele an, besteht doch die Notwendigkeit, Ordensfrauen und Ordensmänner auszubilden, die den Erwartungen und Bedürfnissen der modernen Welt gewachsen sind. Es wird an den Instituten und den Ausbildern liegen, die Anpassungen durchzuführen, wie sie Personen, Zeiten und Orte verlangen. Im Studienplan müssen an erster Stelle die biblische Theologie, Dogmatik, Spiritualität und Pastoral und ganz besonders die lehrmäßige Vertiefung des geweihten Lebens und des Charismas des Instituts stehen. Die Aufstellung dieses Planes und seine Durchführung sollen auf die innere Einheit des Unterrichts und die Harmonisierung der verschiedenen Disziplinen achten. Es sind nicht mehrere Wisssenschaften, sondern eine einzige, die die Ordensleute bewußt lernen sollen: die Wissenschaft vom Glauben und vom Evangelium. Deshalb soll eine Anhäufung von verschiedenen Fächern und Kursen vermieden werden. Außerdem soll man aus Sorge um die Achtung der Person die Ordensleute nicht zu früh in eine übermaßig kritische Problematik einführen, wenn sie noch nicht den erforderlichen Entwicklungsweg zurückgelegt haben, um ein solches Problem mit ruhiger Gelassenheit angehen zu können.

Es soll für die geeignete Vermittlung einer philosophischen Grundausbilung gesorgt werden, die es den jungen Ordensleuten ermöglicht, sich ein Wissen von Gott und eine christliche Weltanschauung anzueignen in engem Zuammenhang mit den heute anstehenden Fragen, und die die Ubereinstimmung herausstellt, welche im Hinblick auf die Suche nach der einzigen Wahrheit zwischen dem Wissen der Vernunft und dem des Glaubens besteht. Unter diesen Umständen sollen die Ordensleute vor den stets drohenden Versuchungen eines kritischen Rationalismus einerseits und des Pietismus und Fundamentalismus andererseits bewahrt werden.

Für die theologischen Studien sollen ein sinnvoller Studienplan erstellt und die verschiedenen Teile gut gegliedert werden, damit die Rangordnung oder »Hierarchie« der Wahrheiten innerhalb der katholischen Lehre, je nach der verschiedenen Art ihres Zusammenhangs mit dem Fundament des Glaubens, daraus hervorgeht;(143) die Erstellung dieser Studienordnung kann sich, mit entsprechenden Anpassungen, an die Anweisungen halten, die von der Kongregation für das katholische Bildungswesen für die Ausbildung der Priesteramtskandidaten gegeben wurden,(144) wobei darauf zu achten ist, daß nichts vergessen wird, was in der Kirche zu einem guten Verständnis des Glaubens und des christlichen Lebens verhelfen kann: Geschichte, Liturgie, Kirchenrecht usw.




143) UR 11.



144) RI 70-81 u. Anm. 148; 90-93. EV 3, 1103.






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