87. »Die Jugendlichen sind für die Werte der
Gerechtigkeit, der Gewaltlosigkeit und des Friedens besonders sensibel. Ihr
Herz ist offen für Geschwisterlichkeit, Freundschaft und Solidarität.
Sie sind aufs höchste motiviert für die Anliegen der
Lebensqualität und der Erhaltung der Natur«.(177) Sie sehnen sich
im allgemeinen und manchmal glühend nach einer besseren Welt, und es
fehlen unter ihnen solche nicht, die sich in politischen, sozialen, kulturellen
und karitativen Vereinigungen engagieren, um zur Besserung der Lage der
Menschheit beizutragen. Außer wenn sie von typisch totalitären
Ideologien fehlgeleitet wurden, sind sie größtenteils
leidenschaftliche Befürworter der Befreiung des Menschen im Hinblick auf
Rassismus, Unterentwicklung, Kriege und Ungerechtigkeiten. Diese Haltung wird
nicht immer von Motiven religiöser, philosophischer und politischer Natur
veranlaßt - ja, manchmal ist sie weit davon entfernt -, doch man kann ihr
nicht die Aufrichtigkeit und das Gewicht der Hochherzigkeit absprechen. Unter
ihnen finden sich einige, die von einem tiefen religiösen Gefühl
geprägt sind, aber dieses Gefühl muß selbst noch evangelisiert
werden. Etliche von ihnen ¾ und das ist keineswegs immer eine Minderheit
¾ haben ein ganz vorbildliches christliches Leben geführt und sich
redlich im Apostolat engagiert, wobei sie bereits erfuhren, was »besonders enge
Nachfolge Jesu Christi« bedeuten kann.
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