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Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens
Richtlinien für Ausbildung in Ordensinstituten

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  • SECHSTES KAPITEL DIE ORDENSLEUTE ALS KANDIDATEN FÜR DAS PRIESTERAMT UND DAS AMT DES DIAKONS
      • 108
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DIE RELIGIÖSE EIGENART DER ORDENSPRIESTER UND ORDENSDIAKONE

108. »Ein Ordenspriester, der sich an der Seite von Weltpriestern der Seelsorge widmet, sollte durch sein Verhalten klar zu erkennen geben, daß er Ordensmann ist«.(200) Damit beim Ordenspriester und Ordensdiakon immer sichtbar zutage tritt, »was für das Ordensleben und die Ordensleute kennzeichnend ist und ihnen ein Gesicht verleiht«,(201) müssen wohl einige Bedingungen erfüllt sein, hinsichtlich welcher sich Ordensleute, Priester- und Diakonatsamtskandidaten, wahrend ihrer anfänglichen Ausbildung und im Verlauf ihrer ständigen Weiterbildung ratsamerweise prüfen sollten:

- daß sie eine klare Vorstellung und gefestigte Überzeugungen von der Natur des Priester- bzw. des Diakonatsamtes, das zu ihrer Heiligkeit und ihrem Leben gehört, besitzen,(202) aber dabei an dem Prinzip festhalten, daß ihr pastoraler Dienst Teil der Natur ihres Ordenslebens ist;(203)

- daß sie für ihr geistliches Leben die Quellen des Instituts, dessen Mitglieder sie sind, studieren und in ihnen das Geschenk empfangen, das dieses Institut für die Kirche darstellt;

- daß sie von einer persönlichen geistlichen Erfahrung Zeugnis geben, die sich am Zeugnis und an der Lehre des Stifters inspiriert;

- daß sie ihr Leben nach der Lebensregel führen, zu deren Einhaltung sie sich verpflichtet haben;

- daß sie dem Recht gemäß in Gemeinschaft leben;

- daß sie verfügbar und beweglich für den Dienst der Gesamtkirche sind, wenn die Obern des Instituts sie damit beauftragen.

Wenn diese Bedingungen beachtet werden, wird der Ordenspriester oder Ordensdiakon die beiden Dimensionen seiner einen Berufung gut miteinander in Einklang bringen können.




200) Johannes Paul II. an die Ordensleute Brasiliens, 5. Juli 1980. Vgl. Vorw., Anm. 5.



201) Ebd.



202) Vgl. LG 44.



203) Vgl. PC 8.






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