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Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens
Ordensleben und Förderung des Menschen

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  • I VIER HAUPTPROBLEMKREISE
    • 2. Die Tätigkeiten und sozialen Werke der Ordensleute
      • 6
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6. Offen für die Zeichen der Zeit, sollen die Ordensleute eine neue Form der Präsenz suchen und pflegen, die der Kreativität ihrer Gründer und den ursprünglichen Zielsetzungen ihrer Institute entspricht (23).

In dieser Perspektive gewinnen einige Akzente der Erneuerung Bedeutung:

a) Die Tätigkeiten und «sozialen» Werke, die schon immer zum Wirken der Ordensleute gehört haben, bezeugen ihren ständigen Einsatz für die volle Entwicklung des Menschen.

Schulen, Hospitäler, Betreuungszentren und Initiativen zugunsten der Armen, der kulturellen und geistigen Entwicklung der Völker behalten nicht nur ihre Aktualität. Sie erweisen sich vielmehr, wenn sie entsprechend angepaßt werden, oft als hervorragende Stätten der Evangelisierung, des Zeugnisses und echter Förderung des Menschen.

Durch den Dienst im Sinne des Evangeliums in vielen und immer dringenden Werken zur Förderung des Menschen und seiner sozialen Lage machen die Ordensleute das Geschenk eines ganz für Gott, die Kirche und die Brüder verfügbaren Lebens zu einem überzeugenden «Zeichen » (24).

b) Der Geist, der als Antwort auf die Erfordernisse der Zeit immer neue Formen und Institute gottgeweihten Lebens weckt, regt auch die bereits vorhandenen neu dazu an, sich den gewandelten kirchlichen und sozialen Verhältnissen entsprechend ins Ganze einzufügen.

c) In der Kirche, die auf ständiges Wachstum der Gemeinschaft hingeordnet und dabei für Dienste offen ist (25), können die Ordensleute neue Formen der aktiven Beteiligung finden, indem sie noch mehr die christliche Gemeinde in ihre Initiativen und Werke einbeziehen. Sie haben so Gelegenheit, ihr besonderes Charisma aufzuwerten als eine einzigartige Befähigung zur Förderung von «Diensten», die den apostolischen und sozialen Zielsetzungen ihrer Institute entsprechen.

d) Die Beteiligung der Laien bei den Tätigkeiten und Werken der Ordensleute und die Entwicklung der kirchlichen Dimension der Mitverantwortung an einer gemeinsamen Sendung gewinnt neuen Raum. Ja, sie könnte sich bei entsprechender Vorbereitung in eigener Führung von Werken, die bisher nur Ordensleuten anvertraut waren, verwirklichen (26).

e) Die derzeitigen sozialen Verhältnisse rufen im übrigen nach neuen Formen der Solidarität und Beteiligung. An verschiedenen Stellen ist ein Umformungsprozeß der Gesellschaft darauf gerichtet, die Verantwortung aller zum Bereich des Sozialen gehörenden Kräfte zu entwickeln, auch durch Strukturen und Organe der Beteiligung. So wirken alle Bürger mit an dem aktiven Einsatz für die Probleme des Aufbaues eines sozialen Zusammenlebens.

Gegenüber dem mehr direkten Beitrag der Laien können Zeugnis und Erfahrung, wie sie den Ordensleuten eigen sind, auf diesem Gebiet einen wertvollen Beitrag zur Orientierung auf Lösungen hin leisten, die den Grundsätzen des Evangeliums und den pastoralen Weisungen der Kirche entsprechen. (27)




23) MR 19; 23 f; 41.



24) EN 69; Dok. v. Puebla, Nr 733-734: «Die offene Seelsorge durch karitative Werke und die vorrangige Entscheidung für die Armen ist die bemerkenswerteste Tendenz des lateinamerikanischen Ordenslebens. In wachsendem Maße sind die Ordensleute in vernachlässigten und schwierigen Gebieten... tätig. Die Entscheidung für diese Gruppen stellt nicht die Ausschließung anderer dar, sondern ist eine besondere Hinwendung und Annäherung an die Armen. Dies hat zu einer Überprüfung traditioneller Hilfswerke geführt, um den Erfordernissen der Evangelisierung besser gerecht werden zu können... ».



25) LG 912; 34-36; CD 33-35; EN 13; 58; AA 2, 6-10.



26) vgl. das Dokument der Kongregation für das katholische Bildungswesen über die katholische Schule (19. März 1977) Nr. 60-61: Teilnahme der Christengemeinde an der Bildungsarbeit der Katholischen Schule.



27) CD 35; MR 22-23.






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