31. Es geht hier um einen ständigen
Bezug zum Leben in seiner tiefen Dynamik, wie erneut durch das wegweisende Wort
Papst Johannes Pauls II. (91) bekräftigt wird, «zum Leben wie es sich
uns heute darstellt mit seiner reichen Fülle an Traditionen der Vergangenheit,
um uns die Möglichkeit zu bieten, von diesem Reichtum heute Gebrauch zu machen.
Wir müssen uns in voller Klarsicht fragen, wie
man dem Ordensberuf heute helfen kann, sich seiner selbst bewußt zu werden und
zu reifen; wie das Ordensleben im Gesamtleben der heutigen Kirche
"funktionieren" soll. Nach einer Antwort auf diese Frage sind wir
immer - und mit Recht - auf der Suche. Wir finden sie in der Lehre des Zweiten
Vatikanischen Konzils, in dem Apostolischen Schreiben «Evangelii Nuntiandi», in
den zahlreichen Aussagen der Päpste, Synoden und Bischofskonferenzen. Diese
Antwort ist grundlegend und vielfältig ».
Der Papst bekräftigt seine Hoffnung auf ein
Ordensleben, das diesen Grundsätzen treu ist, denn sie machen aus ihm «ein
unermeßliches Kapital an gutem Willen», ohne das «die Kirche nicht mehr voll
sie selber wäre ».
« In der immer wieder erneuerten Treue zum
Charisma ihrer Gründer müssen die Orden sich bemühen, dem, was die Kirche von
ihnen erwartet, den Verpflichtungen, die die Kirche samt ihren Hirten heute für
die dringendsten hält, zu entsprechen, angesichts einer Mission, die so sehr
qualifizierte Arbeiter braucht » (92).
|