Erster Teil
DAS GEWEIHTE
LEBEN
PRÄSENZ DER LIEBE CHRISTI
INMITTEN DER MENSCHHEIT
5.
Im Blick auf die Präsenz und auf die vielfältigen Bemühungen der geweihten
Männer und Frauen in allen Bereichen des kirchlichen und sozialen Lebens
wollten die Väter der Plenaria ihre aufrichtige Wertschätzung, Anerkennung und
Solidarität zum Ausdruck bringen. Es ist dies das Empfinden der ganzen Kirche,
das der Papst folgendermaßen ausdrückt, wenn er sich an den Vater, den Ursprung
alles Guten, wendet: »Wir danken Dir für das Geschenk des geweihten Lebens, das
im Glauben Dich sucht, und in seiner universalen Sendung alle einlädt, Dir
entgegen zu gehen«.17 Durch ein verwandeltes Sein nimmt es
Anteil am Leben der Dreifaltigkeit und bekennt deren rettende Liebe.18
Die Personen des
geweihten Lebens verdienen wirklich die Dankbarkeit der kirchlichen
Gemeinschaft: die Mönche und Nonnen, die Kontemplativen, die Religiosen, die
sich den Apostolatswerken widmen, die Mitglieder der Säkularinstitute und der
Gesellschaften des apostolischen Lebens, die Einsiedler und die geweihten
Jungfrauen. Ihre Existenz gibt Zeugnis von der Liebe zu Christus, wenn sie
gemäß der Einladung des Evangeliums zu seiner Nachfolge aufbrechen und in
tiefer Freude jenen Lebensstil annehmen, den Er für sich gewählt hat.19
Wenngleich sie keine andere Anerkennung sucht als jene des Herrn, wird diese
lobenswerte Treue »auch eine lebendige Erinnerung der Seins- und Handlungsweise
Jesu als fleischgewordenes Wort vor dem Vater und vor den Brüdern«.20
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